• vom 08.08.2012, 18:20 Uhr

International

Update: 08.08.2012, 20:17 Uhr
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Euro-Schwergewichte kommen in Abwärtssog



  • Deutschland und Frankreich können sich nicht von Handelspartnern abkoppeln.

Die Aussichten für Griechenland sind laut S&P negativ. - © EPA

Die Aussichten für Griechenland sind laut S&P negativ. © EPA

London/Brüssel/Berlin. (dpa/reu/sf) Auch Europas größte Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich können sich nicht lange von Schuldenkrise und Rezession in vielen Euro-Ländern abkoppeln, erwarten Experten. Wegen der Serie schlechter Konjunkturdaten im Juni gehen Ökonomen davon aus, dass sich das deutsche Wachstum von 0,5 Prozent zu Jahresbeginn im zweiten Quartal mehr als halbiert hat. Die Commerzbank erwartet, dass die Wirtschaft im dritten Quartal schrumpft. Für die gesamte Euro-Zone wird ein Minus von 0,2 Prozent erwartet. Sinkende Exporte, fallende Produktion und rückläufige Aufträge schwächen die deutsche Wirtschaft. "Der Schlamassel in der Euro-Zone macht unseren Unternehmen zu schaffen", sagte Ilja Nothnagel vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag. "Das können die robusten Geschäfte mit den Schwellenländern nicht ausgleichen." Die Unternehmen drosselten wegen der sinkenden Nachfrage ihre Produktion.

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Ratingagentur S&P senkt Ausblick für Griechenland
Die beste Bonitätsnote "AAA" für Deutschland hat Fitch indes bestätigt. Der Ausblick sei weiter stabil, teilte die Ratingagentur am Mittwoch mit. Im Gegensatz dazu wurde die Bewertung Sloweniens um eine Stufe auf "A-" gesenkt und mit einem "negativen Ausblick" signalisiert, dass eine weitere Herabstufung droht.

Für Griechenland hat Standard & Poor’s den Ausblick auf "Negativ" gesenkt. Damit könnte die derzeit ohnehin schon schlechte Kreditwürdigkeit Griechenlands ("CCC") weiter abgestuft werden. Die Gläubiger-Troika wird nach Informationen aus Brüssel den gesamten September zur Prüfung der Sparpläne Griechenlands in Athen verbringen. Ziel sei es, den europäischen Finanzministern im Oktober einen "glaubhaften und soliden Plan" für die Zukunft des Landes vorzulegen.

Im ebenfalls schwer angeschlagenen Euroland Spanien setzt sich der Rückgang in der Industrie seit Februar 2011 weiter fort: Im Juni ist die Industrieproduktion um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.

Frankreichs Notenbank erwartet zwischen Juli und September einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie sie am Mittwoch mitteilte.

Die britische Wirtschaft werde zwei Jahre brauchen, bis sie wieder "auf Vorkrisen-Niveau wachsen wird", heißt es in einem Bericht der Bank of England (BoE). Die drittgrößte europäische Volkswirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal um 0,7 Prozent zum Vorquartal, nach Rückgängen in den beiden vorangegangenen Quartalen. Zudem bleibe der Ausblick für die Konjunkturentwicklung "ungewöhnlich unsicher".




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-08 18:26:10
Letzte Änderung am 2012-08-08 20:17:05


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