• vom 09.08.2012, 17:37 Uhr

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Update: 09.08.2012, 17:44 Uhr
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Deutsche Exporte gaben im Juli nach - vor allem nach Europa

Automarkt stottert


Von Helmut Dité

  • Auch in Deutschland und Österreich wurden im Juli weniger Autos gekauft.

Exportrückgang: Noch stemmen sich die deutschen Autobauer beim Export gegen die Krise. Nur die Kfz- und die Maschinenbaubranche legte beim Export im Juli noch zu - insgesamt sanken die Ausfuhren Deutschlands. Vor allem die schuldenkrisengeplanten Länder der Eurozone kauften weniger bei Europas Exportgroßmacht Nummer 1 ein. Die Prognose für die Autobranche ist aber ebenfalls schlecht. - © dapd

Exportrückgang: Noch stemmen sich die deutschen Autobauer beim Export gegen die Krise. Nur die Kfz- und die Maschinenbaubranche legte beim Export im Juli noch zu - insgesamt sanken die Ausfuhren Deutschlands. Vor allem die schuldenkrisengeplanten Länder der Eurozone kauften weniger bei Europas Exportgroßmacht Nummer 1 ein. Die Prognose für die Autobranche ist aber ebenfalls schlecht. © dapd

Wien/Duisburg. "Autoprofessor" Ferdinand Dudenhöfer sieht auf Westeuropas Automarkt eine tiefe Rezession zukommen: "Das Jahr 2013 wird die schlechtesten Autoverkäufe seit 1993 bringen", heißt es in einer Studie seines Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg-Essen. "Die Krise ist nicht vorbei, sie ist erst am Beginn."

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Mit nur 11,9 Millionen abgesetzten Pkw werde im kommenden Jahr voraussichtlich ein 20-Jahres-Tief erreicht, erwarten die Forscher. Zuletzt war die Autonachfrage in Westeuropa 1993 auf einen ähnlichen Wert abgesackt, damals wurden 11,3 Millionen Wagen verkauft. In allen übrigen Jahren waren es mehr, 2000 zum Beispiel 14,8 Millionen. Für 2012 erwartet CAR 12,1 Millionen Pkw-Verkäufe.

Hauptgrund für den einbrechenden Konsum bei langlebigen Gütern wie Autos ist die zunehmende Unsicherheit wegen der Staatsverschuldung in Süd- und Westeuropa: Gedrückte Wachstumserwartungen und steigende Arbeitslosigkeit sorgen für zunehmende Zurückhaltung der Käufer.

Auch in Deutschland und Österreich weht den Autobauern schön langsam ein rauerer Wind entgegen: Im Juli sank die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland um fast fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr - damit war der Absatz so schlecht wie sonst nur im Jahr nach der sogenannten Abwrackprämie. Auch in Österreich - bis zuletzt die Insel der seligen Autohändler - geht es langsam bergab: Im Juli gingen die Pkw-Neuzulassungen im Jahresvergleich um 3,5 Prozent zurück. Damit ist zwar der Markt gegenüber dem Vorjahr nach sieben Monaten um nur 0,7 Prozent - oder ganze 1700 Stück - geschrumpft, die Aussichten, den Vorjahresrekord von weit mehr als 300.000 verkauften Pkw annähernd wieder zu erreichen, schwinden aber.

Krisengewinner Volkswagen
Einen "Krisengewinner" sehen die Duisburger Wissenschafter in Europas größtem Autokonzern Volkswagen - mittelfristig sei für VW ein Marktanteil von 30 Prozent in Europa zu erwarten.

Sogar mehr als 30 Prozent haben die Wolfsburger in Österreich schon lange. VW (plus 14 Prozent) und vor allem die Konzerntochter Audi (plus 25 Prozent) legten hier im Juli am stärksten zu - Opel war mit fast 40 Prozent minus der größte Verlierer.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-09 17:38:08
Letzte Änderung am 2012-08-09 17:44:07


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