Frankenkredite: Jeder vierte
Erste-Kunde umgestiegen
Mehr als 2500 Personen hätten ihre Fremdwährungskredite bisher konvertieren lassen, teilt die Erste Bank mit. Das entspreche einem Kreditvolumen von rund 400 Millionen Euro. Zudem seien 1500 Kreditnehmer mit 270 Millionen Euro von endfälligen auf tilgende Kredite umgestiegen. Die Bank will noch weitere Kunden zum Umstieg bewegen - sie hat laut Eigenangaben noch 14.000 Privatkunden und 2 Milliarden Euro Volumen in Fremdwährungskrediten. Österreichweit haften umgerechnet 34 Milliarden Euro in Franken aus.
Deutsche Vermögensabgabe
wäre verfassungskonform
Eine einmalige Vermögensabgabe zum Abbau von Staatsschulden wäre einem Gutachten zufolge in Deutschland verfassungsgemäß. Die Finanzkrise als "außergewöhnliche Notsituation" rechtfertige dies, urteilte Rechtswissenschafter Joachim Wieland in einer Expertise für die Gewerkschaft Verdi. Wieland beruft sich auf Grundgesetz-Artikel 106, der festlegt, welche Einnahmen dem Bund zustehen. Genannt werden unter anderem "die einmaligen Vermögensabgaben und die zur Durchführung des Lastenausgleichs erhobenen Ausgleichsabgaben". Der Lastenausgleich verpflichtete nach dem Zweiten Weltkrieg Vermögensbesitzer, jahrzehntelang in einen Fonds einzuzahlen, aus dem Entschädigungen für Kriegsopfer und Vertriebene flossen.
Verbund-Abschied aus
Wachstumsmarkt Türkei?
Der Verbund soll einen Verkauf seiner Türkei-Aktivitäten an den deutschen Stromriesen E.ON diskutieren, hieß es "aus Kreisen" am Freitag. Bei Österreichs größtem Stromerzeuger hieß es lediglich: "Wir kommentieren keine sommerlichen Marktgerüchte." Analysten zeigten sich angesichts der jüngsten Erfolge und Investitionsbeschlüsse des Verbunds in der Türkei verwundert. "Im Wachstumsmarkt Türkei setzen wir das Investitions- und Ausbauprogramm der Enerjisa mit unserem 50:50 Partner Sabanci fort", erklärte der Verbund noch Ende Juli im Halbjahresbericht, bis 2015 wolle man Kraftwerke mit 5000 Megawatt Leitung installiert und einen Anteil von 10 Prozent am türkischen Strommarkt erreichen.
Berlin reguliert den
Hochfrequenzhandel
Das Vorpreschen der deutschen Bundesregierung bei der Regulierung des umstrittenen Hochfrequenzhandels stößt bei Händlern und Wertpapierfirmen auf Widerstand. Der europäische Händlerverband (FIA EPTA) unterstütze die Kontrolle des "Algo-Tradings" grundsätzlich, sagte Verbandschef Remco Lenterman zu Reuters. "Die Tendenz, dass nationale Regulierer den europäischen Regelungen vorgreifen, kann jedoch dazu führen, dass es in Europa uneinheitliche Regeln gibt." Das einzelstaatliche Vorgehensweise konterkariere die Schaffung einheitlicher Regeln im Wertpapierhandel, schrieb der Bundesverband der Wertpapierfirmen. Auf EU-Ebene wird noch an neuen Regeln gebastelt. Das deutsche Gesetz soll bereits 2012 kommen.