Wien/Hamburg. Die tragische Havarie der "Costa Concordia" vor der Küste Italiens Anfang des Jahres hat die Nachfrage nach Kreuzfahrten nur kurzfristig einbrechen lassen - nach Buchungsrückgängen um gut 35 Prozent im Jänner und Februar fährt Europas Marktführer Costa Crociere nun schon wieder "Volldampf voraus". Die italienische Reederei - Tochter des Kreuzfahrt-Weltmarktführers Carnival Corporation aus Miami - erwartet, das Rekordergebnis des Vorjahres heuer zumindest wieder zu erreichen, wie Costa-Österreich-Chefin Ulrike Soukup am Mittwoch in Wien bei der Vorstellung des Katalogs für 2013 sagte.
Costa Crociere hat 2011 auf 27 Schiffen 2,3 Millionen Passagiere begrüßt und den Umsatz gegenüber 2010 um fast 10 Prozent auf 3,16 Milliarden Euro gesteigert.
Auch hierzulande werden Kreuzfahrten immer beliebter: Knapp 120.000 Österreicher buchten 2011 eine Kreuzfahrt - um gut 12 Prozent mehr als im Jahr davor und fast drei Mal so viele wie noch 2004.
Der Nachfrageboom nach Urlaub an Bord von Luxuslinern setzt sich auch heuer in ganz Europa fort, geht aus einer zu den 3. Hamburger "Cruise Days" am vergangenen Wochenende präsentierten Studie hervor. In Österreich und Deutschland werden jeweils um gut ein Fünftel mehr Anfragen registriert. Bei den Destinationen legte der Hafen Hamburg überdurchschnittlich zu - dort ging jüngst der zweite Kreuzfahrtterminal in Altona in Betrieb.
Europas Werften dominieren
Europa spielt auch beim Bau von Kreuzfahrtschiffen eine dominierende Rolle: Von 198 großen Kreuzfahrtschiffen, die 2010 weltweit unterwegs waren, wurden 99 Prozent in europäischen Werften gebaut, geht aus Daten des "European Cruise Council" hervor. Die Dominanz der Europäer hält auch in den kommenden Jahren an.