• vom 01.09.2012, 10:24 Uhr

International

Update: 01.09.2012, 11:45 Uhr
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AUA-Mutter geht von Schaden in Millionenhöhe aus

Lufthansa kommen Streiks teuer zu stehen



  • Weitere Flüge gestrichen.

Die Lufthansa wird erneut bestreikt. - Jens Görlich / Lufthansa

Die Lufthansa wird erneut bestreikt. Jens Görlich / Lufthansa

Frankfurt. Der Flugbegleiter-Streik fügt der Lufthansa beträchtliche Schäden zu. Die Gesellschaft geht von einem Millionenschaden aus. Unternehmenssprecher Michael Lamberty sagte der Nachrichtenagentur dpa, genaue Zahlen seien noch nicht bekannt. Die Kosten liefen an verschiedenen Orten auf. Aber durch den Dominoeffekt, den der Streik ausgelöst habe, sei das "eine Größenordnung, die man ansetzen muss".

Der nächste Streik könnte bald folgen. Wann und wo es weitergeht, ließ die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo noch offen. Auch nach dem vorläufigen Ende des Flugbegleiter-Streiks hat die Lufthansa  weitere Flüge streichen müssen. Am Samstag fielen 19 innerdeutsche und europäische Flüge aus.

Am Freitag hatte der von 5.00 bis 13.00 Uhr dauernde Streik der Stewardessen und Stewards am Frankfurter Flughafen für Chaos gesorgt. 26.000 Passagiere saßen fest, 190 Flüge fielen aus, der größte Flughafen Deutschlands wurde teilweise geschlossen. Vorübergehend durfte in ganz Europa kein Flugzeug mehr Richtung Frankfurt starten - die Parkpositionen für Jets waren knapp geworden.

350 Passagiere auf Feldbetten
Die Zahl der Gäste, die die Nacht im Flughafen auf Feldbetten verbringen mussten, korrigierte die Lufthansa nach unten. Es habe sich um rund 350 Passagiere gehandelt. Ursprünglich war von 1.000 die Rede. Diese Fluggäste hatten keine Visa für Deutschland und saßen im Transitbereich des Flughafens fest. "Wir haben sie mit Getränken und Essen versorgt", sagte Lamberty. Andere Passagiere seien in Hotels untergebracht worden.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat mit weiteren Arbeitsniederlegungen gedroht und will diese jeweils nur wenige Stunden vor Streikbeginn ankündigen. Derzeit habe die Lufthansa "keine Anzeichen für einen weiteren Ausstand", sagte der Sprecher.

Die seit gut einem Jahr währenden und überaus zähen Tarifgespräche sind festgefahren. Ufo kämpft für höhere Löhne und gegen die Auslagerung von Stellen. Nach Ansicht des Lufthansa-Managements sind wegen der harten Konkurrenz von Billig-Fliegern wie Ryanair dagegen Einschnitte nötig. Nicht einmal über die Zahl der Flugbegleiter bei der Lufthansa sind sich die Streithähne einig: Die Lufthansa spricht von 18.000 - Ufo von gut 19.000.  




Schlagwörter

Streik, Lufthansa

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-01 10:27:12
Letzte Änderung am 2012-09-01 11:45:46


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