• vom 06.09.2012, 08:14 Uhr

International

Update: 06.09.2012, 09:37 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (9)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Fluglinien sollen fahrlässig gehandelt und die Attentate nicht verhindert haben

Elf Jahre nach 9/11: WTC-Pächter klagt Airlines



  • World Trade Center Properties LLC will 2,25 Milliarden Euro Kompensation.

Washington. Elf Jahre nach den Terrorattacken 9/11 stehen den betroffenen Fluggesellschaften jetzt Milliardenklagen ins Haus. Der Pächter des damals zerstörten World Trade Centers hat rechtliche Schritte geltend gemacht. Ein Richter in den USA ließ die Klagen zu und wies die Einsprüche von American Airlines und United Continental zurück. Es geht um beträchtliche Summen, nämlich gut 2,8 Milliarden Dollar (2,25 Milliarden Euro).

Brennende Twin Towers - jetzt klagt der Pächter.

Brennende Twin Towers - jetzt klagt der Pächter.epa Brennende Twin Towers - jetzt klagt der Pächter.epa

Die World Trade Center Properties LLC wirft den Fluglinien American und United - inzwischen mit Continental fusioniert - vor, durch Fahrlässigkeit die Anschläge ermöglicht zu haben. Damals waren rund 3000 Menschen gestorben und ein Milliardenschaden entstanden. Die USA begannen zwei Kriege im Irak und in Afghanistan.

Werbung

Die Kritik des Klägers an den Fluglinien ist deutlich: Sie hätten durch mangelhafte Sicherheitskontrollen die 19 Islamisten an Bord gelassen. Eine Klage wurde schon vor vier Jahren eingereicht und beschäftigt seitdem Dutzende Juristen. Ursprünglich hatten die Verwalter die Fluggesellschaften sogar auf 8,4 Milliarden Dollar verklagen wollen. Der Richter reduzierte die Summe jedoch auf ein Drittel. Es handelt sich um den Betrag, den die Hafenverwaltung von New York und New Jersey als Eigentümerin des Gebäudes und die Immobilienfirma nur Wochen vor den Anschlägen als Preis für 99 Jahre Pacht vereinbart hatten.

Entschädigung ausbezahlt
Allerdings schloss sich Richter Alvin Hellerstein nicht der Argumentation der Fluggesellschaften an, dass die Eigentümer der Gebäude schon von den Versicherungen entschädigt worden seien und folglich kein Anspruch mehr bestehen könne. Die Betreiber des zerstörten Gebäudekomplexes hatten von mehreren, auch deutschen, Versicherungen bereits eine Entschädigung von knapp 4,1 Milliarden Dollar erhalten.

Die Ereignisse des 11. September 2001 gelten schon jetzt als Zäsur in der Weltgeschichte. Islamisten entführten vier Flugzeuge. Die beiden ersten Flugzeuge - American Airlines Flug 11 und United Airlines Flug 175 - wurden in die Türme des World Trade Centers gesteuert und brachten sie zum Einsturz. Eine weitere Maschine stürzte in das Pentagon in Washington. Das vierte Flugzeug zerschellte nach einem Handgemenge auf einem Feld.




Schlagwörter

9/11

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-06 08:20:06
Letzte Änderung am 2012-09-06 09:37:56


Beliebte Inhalte



  • FCC pocht angeblich auf neue Kredite und auf Haftungen der Republik.
  • weiter

Stromstöße und Leistungsabfall: In der Austrian Power Grid (hier Bundespräsident Heinz Fischer bei einem Besuch 2012) werden Netzschwankungen ausgeglichen. - apa/BH/Tatic
  • Subventionen für erneuerbare Energien führen zu Marktverzerrung.
  • weiter

Usetwice wirbt damit, dass man dort buchstäblich "alles" mieten und vermieten kann. Derzeit werden auf der Plattform in erster Linie Haushaltsgegenstände wie Beamer und Bohrer angeboten. - usetwice
  • Nach Erfolgen in den USA hält die Sharing Economy in Österreich Einzug.
  • weiter

Beste Chancen für den Zuschlag hätten nach wie vor der Tiroler Lebensmittelgroßhändler Interfood und die dem Meinl-Firmenimperium zugehörige Heidi Chocolate S.A. mit Sitz in Rumänien. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
  • Kolumbianischer Investor muss knapp 4,2 Millionen Euro bis Mitternacht überweisen.
  • weiter

Ergänzen sich gut als Interessensvertreter der Hotellerie: die Wienerin Michaela Reitterer und der Vorarlberger Gregor Hoch. - M. Hetzmannseder
  • Lehrlinge, Steuern, Online-Vertrieb: ein Anliegen des neuen Präsidentenduos der Hoteliervereinigung.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Der Pfad zum Nulldefizit dürfte durch die Kosten für die Hypo versperrt sein. - apa
  • Erst wurden Probleme mit Hypo oder Kommunalkredit auf die lange Bank geschoben, jetzt bricht Hektik aus.
  • weiter

Milliardenloch Banken: Wie viel die Steuerzahler noch nachwerfen müssen, ist offen. - fotolia
  • 4,8 Milliarden für Bankenhilfe könnten sich rasch um 2,5 Milliarden erhöhen.
  • weiter

Notenbank-Direktor Ittner: Seit 2002 erzielt Österreichs Volkswirtschaft Leistungsbilanzüberschüsse.
  • Leistungsbilanz für 2012 weist
  • 5,5 Milliarden Euro Überschuss aus.
  • weiter

Hinhaltetaktik Österreich wartet mit dem Informationsaustausch auf die Schweiz - und die Schweiz wartet auf den Rest der Welt. - reu
  • Österreichs Forderungen sind legitim, zögern aber mögliche Verhandlungserfolge hinaus.
  • weiter




Werbung



Quiz



Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof

Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi" Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York.

Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen: 21. 5. 2013: Schwere Zeiten für Fans des glänzenden Metalls: Der Goldpreis erklimmt keine neuen Höhen mehr, das Interesse der Anleger ist merkbar gesunken.

Werbung