Wien. (sh) Wie macht man Karriere im Marketing? Darüber sprachen bei der Veranstaltung "Marketing CEOs" des Dialog Marketing Verbands Österreich (DMVÖ) und der Plattform "Marketing natives" vier Führungskräfte aus dem Marketing-Bereich.
Großunternehmen gehe es vor allem um Produkt- und Markenmanagement, sagt Unternehmensberater Manfred Reichl. Wer hier als Marketer überzeugen will, müsse vor allem Auswirkungen auf Verkaufszahlen nachweisen können. Um Zahlen geht es auch im Marketing eines Start-up-Unternehmens, weiß Jungunternehmer Florian Gschwandtner. "Man muss viel mit viralem Marketing und sozialen Netzwerken arbeiten, da man dort kostenlos eine hohe Reichweite erlangt", sagt er.
Kenntnisse über soziale Netzwerke und Internet-Analyseinstrumentarien sind daher ein absolutes Muss, um die Reichweite quantifizieren zu können. "Nur weil man Facebook privat nutzt, heißt das aber nicht, dass man auch weiß, wie das System funktioniert", betont Markus Wagner. Als Mitbegründer von i5invest betreut er österreichische Start-up-Unternehmen. Gerade im Marketing sei die Praxis immer noch die beste Lehrmeisterin, sagt er. Beim Lebenslauf eines angehenden Marketers schaut Wagner daher zuallererst auf Projekte, an denen dieser mitgearbeitet hat. "Es ist für mich im Grunde völlig uninteressant, wie lange man wo angestellt war. Wichtig ist, was man dort gemacht hat. Man sollte sozusagen Werkstücke vorzeigen können!"
"Raus aus der Komfortzone"
Für Ricardo-José Vybiral von der Marketingagentur Wunderman sind vor allem Offenheit und Neugier entscheidende Eigenschaften. Er empfiehlt: "Raus aus der Komfortzone und hinaus in die Welt!" Dem stimmt auch Reichl zu: "Mir persönlich ist lieber, jemand reist mit einem Zelt durch die griechischen Inseln anstatt noch ein weiteres Praktikum unter vielen zu machen."