
Der US-Mineralölriese ExxonMobil will sich einem Zeitungsbericht zufolge aus dem Süden des Iraks zurückziehen und lieber in der autonomen kurdischen Region im Norden des Landes in die Ölförderung investieren. Der Konzern habe die Regierung in Bagdad bereits informiert, dass er aus dem Konsortium zur Erschließung des Felds West Kurna-1 aussteigen wolle, berichtete das Wall Street Journal am Freitag. Hintergrund seien die zu erwartenden niedrigen Gewinne in West Kurna-1 und die deutlich lukrativeren Verträge, die die kurdische Regierung ausländischen Firmen bietet.
Dazu kommt, dass im Norden die staatliche Verwaltung besser und effektiver funktioniert als im Rest des Landes.
In der autonomen kurdischen Region im Nordirak werden große Ölvorkommen vermutet. Die Zentralregierung in Bagdad und die Region streiten erbittert über die Verteilung der Einnahmen. Bagdad droht, seine Verträge mit ausländischen Firmen zur Ausbeutung von Ölquellen zu annullieren, sollten diese Verträge mit der kurdischen Regierung schließen.
Bisher ist ExxonMobil noch nicht im Norden des Iraks aktiv. Das Wall Street Journal zitierte aus Kreisen des Unternehmens, ExxonMobil habe bereits Bohrköpfe für das Projekt im kurdischen Norden geordert und handle bereits mit einem Subunternehmer einen Vertrag aus.
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