Luxemburg.

In der gesamten EU ist das Bild tendenziell ähnlich: Hier betrug das Defizit 4,4 Prozent (2010: 6,5 Prozent) und der Schuldenstand 82,5 Prozent.
Die Sparmaßnahmen haben ihre Wirkung zumindest für die Haushaltskonsolidierung nicht verfehlt: Mit Ausnahme von Zypern und Slowenien meldeten alle Länder eine Verbesserung ihrer budgetären Situation. Ein Sonderfall ist Ungarn: Das Land dreht sein massives Budgetdefizit zwar in einen deutlichen Überschuss - allerdings nur dank höchst umstrittener Steuern, welche ausländische Investoren stark belasten und mittelfristig zum Bumerang werden könnten. Die EU-Kommission hatte daran bereits bemängelt, dass es sich um Einmaleffekte und keine nachhaltige Budgetkonsolidierung handle.
Athen meldet ein höheres Defizit
Ein Rückschlag sind die Zahlen vor allem für Griechenland: Das Defizit 2011 sei höher ausgefallen als erwartet, teilte die Statistikbehörde Elstat in Athen mit. Nach vorläufigen Zahlen lag dieses bei 9,4 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) und die Gesamtverschuldung bei 170,6 Prozent. Im April war Elstat noch von 9,1 Prozent und 165,3 Prozent ausgegangen.