Tokio.

Etwas besser ergeht es Walkman-Erfinder Sony: Obwohl weniger Spielkonsolen PSP und Vita sowie TV-Geräte verkauft wurden als erwartet, will Sony im Gesamtjahr die Gewinnzone erreichen.
Schon am Vortag hatte Panasonic verkündet, dass für das laufende Jahr ein ähnlich hoher Verlust wie im Vorjahr erwartet wird - in Summe wird Panasonic in 24 Monaten fast 15 Milliarden Euro Verlust schreiben. Die drei Konzerne haben drastische Sparmaßnahmen angekündigt - an die 60.000 Jobs werden gestrichen und Unternehmensteile verkauft.
Zu schaffen machen den einstigen Musterkonzernen sinkende Flachbild-TV-Verkäufe und die starke Währung Yen. Obendrein haben sie ihre einstige Technologie-Führerschaft und Marktanteile an wendigere koreanische Konkurrenten wie Samsung oder LG und vor allem an Apple verloren.
Neue Branchen preschen vor
Dennoch habe Japan seine Wettbewerbsfähigkeit nicht ganz eingebüßt, erklärt Shogo Maeda vom Investmenthaus Schroders. Die Position von Sony und Co. sei bereits in den 1980ern ins Rutschen gekommen. Heute seien Branchen wie Auto- und Maschinenbau oder Elektronikkomponenten dominant. Als Beispiele nannte er Komatsu, den zweitgrößten Baumaschinenhersteller der Welt, der 80 Prozent des Umsatzes außerhalb der Insel erzielt, den Nutzfahrzeughersteller Isuzu oder Uni-charm, einen Produzenten von Windeln, Sanitär- und Haustierbedarf, der sich an die Fersen des US-Konzerns Procter & Gamble geheftet habe.