• vom 11.11.2014, 14:27 Uhr

International


Atompolitik

Das Geschäft mit den Nuklearwaffen




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  • Finanzdienstleister verdienen an Nuklearwaffen-Herstellern, Erste Bank soll EADS finanziert haben.

Wien. Weltweit haben Finanzinstitutionen rund 320 Milliarden Euro für die Entwicklung, Instandhaltung und Modernisierung von Atomwaffen zur Verfügung gestellt. Dies ergab eine Untersuchung von 441 Finanzdienstleistern, teilte die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) am Dienstag mit. Die Erste Bank soll knapp 61 Millionen Euro Kredite an Airbus (früher EADS) vergeben haben.


Erste-Sprecher Michael Mauritz wollte gegenüber der APA am Dienstag aufgrund des Bankgeheimnisses keine Namen von kreditnehmenden Firmen nennen. Jedoch meinte er, "die Erste Bank finanziert mit Sicherheit keine Nuklearwaffen." Sollte ein Kredit an ein Firmenkonglomerat vergeben worden sein, wo ein Tochterunternehmen in der Waffenproduktion tätig ist, dann habe die Erste Bank sicher keinen Kredit an so ein Tochterunternehmen vergeben, so Mauritz.

Anti-Atomwaffenstrategie

Es sei keine Finanzinstitution in Österreich identifiziert worden, die eine klare und umfassende Anti-Atomwaffenstrategie habe, heißt es in der Studie weiter. Die in Österreich tätigen Banken BNP Paribas, Commerzbank, Credit Agricole, Credit Suisse, ING, Rabobank und UniCredit (Bank Austria) hätten zwar dementsprechende Richtlinien, doch seien diese entweder nicht umfassend oder würden nicht konsequent umgesetzt.

"Keine Bank, kein Pensionsfonds oder Versicherungsunternehmen sollte finanzielle Beziehungen zu Unternehmen unterhalten, die an der Herstellung von Massenvernichtungswaffen beteiligt sind", verlangte in einer Aussendung Susi Snyder, die Ko-Autorin der von der niederländischen Nichtregierungsorganisation PAX gemeinsam mit ICAN durchgeführten Studie.

Bundesverfassungsgesetz

Nadja Schmidt, Direktorin von ICAN Austria, forderte Österreichs Finanzinstitute auf, "sich von der Investition in Nuklearwaffen und deren Technik zu verabschieden". Das Bundesverfassungsgesetz über ein atomfreies Österreich, ein einstimmiger Parlamentsbeschluss und die Verbotsforderung von Bundespräsident Heinz Fischer vor der UNO im Jahr 2013 seien dafür Anlass genug, so Schmidt.




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Dokument erstellt am 2014-11-11 14:29:48



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