• vom 26.04.2016, 22:31 Uhr

International


Bezahlsysteme

Secondhand-Smartphones und Bezahlen per Fingerprint




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Von Andrea Möchel

  • Einfachere Bezahlsysteme, ein wachsender Gebrauchtmarkt für Smartphones und Virtual Reality prägen 2016 die Telekommunikations- und Medienbranche.

- © fotolia/s4svisuals

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Wien. Werden wir unsere Smartphones künftig leasen? Reicht bald ein Fingerabdruck, um unsere Online-Einkäufe zu bezahlen? Und sind Virtual-Reality-Brillen tatsächlich der nächste Geräte-Hype? Antworten auf Fragen wie diese liefert der Unternehmensberater Deloitte mit seinen "TMT Predictions 2016".

Diese jährliche Branchenvorhersage für Telekommunikation, Medien und Technologie (TMT) basiert auf qualitativen Interviews mit Deloitte-Managern, Experten und Kunden sowie Analysten der TMT-Branche aus aller Welt. Laut der Deloitte-Prognose sind die Millennials - wenig überraschend - die Smartphone-Generation schlechthin. Was schon mehr verwundert: Die 18- bis 24-Jährigen machen gleichzeitig auch die größte PC-User-Gruppe aus. So hatten 2015 mehr als 85 Prozent der jüngeren Millennials aus den 13 größten Industrienationen Zugriff auf einen Laptop. Zum Vergleich: 89 Prozent der Jungen nutzen auch ein Smartphone.


"Die Analysen zeigen, dass die beiden Devices keine Bedrohung füreinander darstellen", kommentiert Barbara Edelmann, Partnerin bei Deloitte Österreich diese Zahlen. "Ganz im Gegenteil, die jungen Millennials sehen Smartphone, Laptop und PC als einander ergänzend und nicht als austauschbar an."

Secondhand-Markt
Besonders für jüngere Konsumenten ist das Smartphone längst zum Statussymbol geworden, was den Wunsch nach der jeweils aktuellsten Gerätegeneration zwingend nach sich zieht. Somit wird ein Verkauf der häufig noch jungen Geräte immer selbstverständlicher. 2015 wurden 80 Millionen gebrauchte Smartphones gehandelt; 2016 wird diese Zahl um fast 50 Prozent zulegen, wobei der durchschnittliche Verkaufspreis 130 Euro beträgt. Deloitte prognostiziert, "dass heuer Konsumenten weltweit 120 Millionen gebrauchte Smartphones verkaufen und damit 16 Milliarden Euro einnehmen werden".

Für Smartphone-Hersteller ist das kein Schaden - im Gegenteil. Sie werden sogar vom Secondhand-Boom profitieren, sind die Deloitte-Analysten überzeugt. Zum einen wirken kürzere Replacement-Zyklen positiv auf den Umsatz. Zum anderen macht das Angebot von gebrauchten Geräten hochwertige Hardware auch für weniger begüterte Kunden leistbar. "Als Folge werden sich für gebrauchte Smartphones ähnlich wie für Gebrauchtwagen neue Vermarktungs- und Finanzierungsmodelle entwickeln, auf die sich die Netzbetreiber und Gerätehersteller bereits einstellen", ist Expertin Edelmann überzeugt.

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Dokument erstellt am 2016-04-26 17:20:07



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