• vom 20.03.2017, 18:10 Uhr

International

Update: 20.03.2017, 18:46 Uhr

Uber

Weiterer Spitzenmanager verlässt Uber




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  • Jeff Jones quittiert nach wenigen Monaten seinen Job als Präsident des Fahrdienstvermittlers.

Uber-Chef Travis Kalanick soll bereits den eigenen Rückzug planen. - © reuters

Uber-Chef Travis Kalanick soll bereits den eigenen Rückzug planen. © reuters

San Francisco. Der Fahrdienstvermittler Uber muss nach einer Serie von Abgängen im Management nun auch einen Abschied aus der obersten Führungsetage hinnehmen. Nach kaum sieben Monaten im Amt warf am Sonntag mit Präsident Jeff Jones jener Konzernlenker hin, der das mitunter raue Image der Firma glätten sollte. Er sei mit dem Ziel angetreten, Uber zu Reife und nachhaltigem Erfolg zu führen, sagte Jones der Nachrichtenagentur Reuters. Seine Erfahrungen bei Uber stünden aber nicht im Einklang mit seinen Maßstäben für Führungsstil. Allerdings könnte auch ein Machtkampf eine Rolle gespielt haben, denn der als Nummer zwei hinter Konzernchef Travis Kalanick gehandelte Jones drohte schon bald in seiner Verantwortung beschnitten zu werden.

"Mir ist klar geworden, dass meine Ideale und Überzeugungen der Unternehmensführung nicht mit dem übereinstimmen, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe", erklärte Jones. Der Marketingfachmann war vom Einzelhändler Target zu Uber gekommen, um den nach einer Reihe von Skandalen angeschlagenen Ruf der kalifornischen Firma aufzupolieren. So machte eine frühere Mitarbeiterin Schlagzeilen mit Vorwürfen, Uber toleriere in seiner Zentrale in San Francisco sexuelle Belästigung. Zudem gibt es Patentstreitigkeiten mit der Google-Mutter Alphabet, Zwist mit Fahrern über Honorar-Kürzungen und Streit über technische Tricksereien, mit denen Uber Auflagen örtlicher Behörden umgehen wollte.

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Klagen, Sexismusvorwürfe, Fahrverbote
Mit Jones’ Abgang erreicht der jüngste Manager-Exodus die oberste Konzernspitze, nachdem erst unlängst zwei führende Manager mit Verantwortung für Firmenwachstum und Sicherheit ausgestiegen waren. Kurz zuvor musste ein Mitarbeiter aus dem Ingenieurs-Team seinen Hut nehmen, weil ihm noch von seinem früheren Job bei Google Vorwürfe der sexuellen Belästigung verfolgten. Fast zeitgleich mit Jones geht nun auch der für Navigationssysteme zuständige Manager Brian McClendon. Er gehe in die Politik, bleibe aber Berater bei Uber, so McClendon.

Uber nannte für den Abgang von Jones keine Gründe, sondern beschränkte sich auf einen knappen Dank sowie gute Wünsche für dessen Zukunft. Das einstige Start-up hatte unlängst die Stelle eines Chief Operating Officers (COO) ausgeschrieben, der das Unternehmen zusammen mit Vorstandschef Kalanick leiten soll. Jones war bis zu seinem Ausstieg für einige COO-Aufgaben zuständig. Die BBC berichtete am Montag unter Berufung auf zwei informierte Quellen bei Uber, Kalanick könne sich vom Chefposten zurückziehen, sobald der neue COO gefunden sei. Kalanick gilt als treibende Kraft hinter der globalen Expansion von Uber - aber auch als polarisierender und aggressiver Manager.

Dem Fahrdienstvermittler wird insgesamt ein aggressives Geschäftsgebaren nachgesagt. Seit seinem Europa-Start vor fünf Jahren läuft das traditionelle Taxi-Gewerbe Sturm gegen die neue Konkurrenz, die in zahlreichen Ländern mit juristischen Hindernissen zu kämpfen hat. In zahlreichen Städten sind private Uber-Fahrer verboten. In Thailand gehen Behörden derzeit landesweit gegen Uber-Fahrer vor, hier droht ein Komplettverbot des Angebots.

Zuletzt wurde zudem bekannt, dass Uber Strafverfolger und Behörden in den USA über eine Geheimsoftware lange getäuscht hat, um so einer Kontrolle zu entgehen.




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Dokument erstellt am 2017-03-20 18:15:06
Letzte ńnderung am 2017-03-20 18:46:02



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