• vom 26.04.2017, 18:10 Uhr

International

Update: 26.04.2017, 18:22 Uhr

Asien

China baut ein globales Netzwerk auf




  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (21)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Klaus Huhold

  • Chinesische Konzerne sind in Europa auf Einkaufstour.



Wien. China lädt die Welt zu sich ein. Mitte März wird Staats- und Parteichef Xi Jinping rund 30 ranghohe Regierungsvertreter aus verschiedenen Ländern bei einem Wirtschaftsforum empfangen. Das ist der derzeitige Stand, es könnten noch mehr werden. Der Grund: Die Volksrepublik will bei der Konferenz ihre Initiative "One-Belt-One-Road", besser bekannt als neue Seidenstraße, vorantreiben.

"Das wird sicher ein Spektakel, eine Huldigung des Gründers der Initiative", sagt Martin Glatz. Der österreichische Wirtschaftsdelegierte für China betonte am Mittwoch bei einem Treffen mit Journalisten aber gleichzeitig, dass die Seidenstraßen-Initiative österreichischen Unternehmen große Chancen für neue Geschäfte und Kooperationen biete. Deshalb begrüße er es auch sehr, dass Verkehrsminister Jörg Leichtfried an der Konferenz Österreich vertritt.


Die Initiative zur neuen Seidenstraße wurde von Xi Jinping ins Leben gerufen. Sie lehnt sich an der historischen Seidenstraße, die China vor allem mit Indien und Zentralasien verband, zwar an, geht aber weit über diese hinaus. Die neue Seidenstraße soll große Wirtschaftskorridore schaffen, China und seinen Handel noch viel enger mit anderen asiatischen Staaten, aber auch mit Europa und Afrika verbinden.

Dafür werden Eisenbahnschienen gelegt, neue Straßen gebaut, neue Seewege erschlossen und strategische Investitionen getätigt. Nach Teheran etwa rollen schon Züge aus China. Zwischen Madrid und Peking ist ebenfalls bereits eine Direktverbindung vorhanden.

Und der chinesische Reederei-Riese Cosco hält 67 Prozent der Anteile am Hafen im griechischen Piräus. Piräus ist damit, wie Glatz sagt, ein "strategischer Brückenkopf für die Seidenstraße". Von dort führt der Weg weiter nach Südosteuropa und auf den Balkan, wo China derzeit besonders viel investiert. Also genau in eine Region, in der auch Österreich stark engagiert ist. Freilich bringe das neue Konkurrenz für die österreichischen Firmen, sagt Glatz. Zugleich bestünde jetzt aber die Möglichkeit, "mögliche Konkurrenten zu Kooperationspartnern zu machen".

Das Geld für die Projekte
steht bereit

So gebe es schon erste Kooperationen bei Finanzdienstleistungen, die Raiffeisen Bank International (RBI) führe etwa schon Gespräche mit großen chinesischen Geldhäusern. Oder auch österreichische Infrastrukturberatungsunternehmen würden entlang der Seidenstraßenroute mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




2 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-04-26 18:14:08
Letzte ńnderung am 2017-04-26 18:22:36



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Leuchtturm"-Projekt Steuerentlastung
  2. Weihnachten aus der Fabrik
  3. Niki-Slots bleiben vorerst aufrecht
  4. Chinas nächster Coup?
  5. Kern will "Arbeitsplätze retten"
Meistkommentiert
  1. Kern will "Arbeitsplätze retten"
  2. Chinas nächster Coup?
  3. Im Teufelskreis
  4. Waffenverkäufe nehmen weltweit zu
  5. Illegale Abgas-Software auch bei VW Touareg

Werbung



Quiz


Firmenmonitor







Werbung


Werbung