• vom 25.09.2017, 18:29 Uhr

International

Update: 25.09.2017, 21:48 Uhr

Luftfahrt

Rennen um Air Berlin noch offen




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  • Lufthansa und Easyjet buhlen um die insolvente Fluglinie - Entscheidung Ende 2017.

Berlin/Frankfurt. (af) Die angeschlagene deutsche Billig-Fluggesellschaft Air Berlin, zu der die Österreich-Tochter Niki gehört, sieht sich bei den Verkaufsgesprächen mit Lufthansa und Easyjet auf einem guten Weg. Allerdings sei ein stabiler Flugbetrieb in den kommenden Wochen Grundvoraussetzung für den Erfolg, warnte der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus am Montag. "Alles andere gefährdet die Verhandlungen."

Zahlreiche Krankmeldungen von Piloten bei Air Berlin hatten vor zwei Wochen zu Flugausfällen und zu einem Vertrauensverlust von Passagieren geführt. Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann fügte hinzu, man werde nicht alle 8000 Arbeitsplätze erhalten können. "Wir sind auf dem Weg, für rund 80 Prozent unserer Kollegen gute Chancen für neue Arbeitsplätze bei den Bietern erreichen zu können", ergänzte er. Aufatmen könne man erst, wenn die EU-Kommission den Deal absegne. Air Berlin liegen nach eigenen Angaben von der Lufthansa Angebote für die Regionalflug-Tochter Walter, die österreichische Ferienfluggesellschaft Niki sowie Teile der Air Berlin vor. Der British-Airways-Mutterkonzern IAG, der ebenfalls an Air Berlin interessiert ist, wird voraussichtlich den Kürzeren ziehen. Am Montagabend wurde die Belegschaft über den Stand der Verkaufsgespräche informiert. Zum Kaufpreis von Lufthansa und Easyjet äußerte sich Air Berlin nicht. "Wenn die Abschlüsse wie geplant finalisiert werden, besteht eine gute Chance, den KfW-Kredit zurückzuzahlen." Die deutsche Bundesregierung hatte eine Finanzhilfe in Höhe von 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ohne dieses Geld hätte man den Flugbetrieb von Air Berlin kurz vor dem Insolvenzantrag am 15. August einstellen müssen, sagte Winkelmann.

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Aus für Langstreckenflüge
Ungeachtet der laufenden Verhandlungen wird das Langstreckenangebot von Air Berlin am 15. Oktober vollständig eingestellt. Als Grund nannte die insolvente Fluggesellschaft am Montag, dass die Leasingfirmen nach und nach ihre Airbus-A330-Jets zurückzögen. Zehn ihrer 17 Langstrecken-Maschinen hatte Air Berlin schon am Wochenende zurückgeben müssen. Bereits ab kommenden Freitag streicht Air Berlin die Verbindungen zwischen Hamburg und München sowie zwischen Köln/Bonn und München.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-25 18:33:03
Letzte ńnderung am 2017-09-25 21:48:02



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