• vom 12.10.2017, 20:30 Uhr

International

Update: 12.10.2017, 20:39 Uhr

Weltwirtschaft

USA und IWF streiten über Globalisierung




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    Kritik an den USA: IWF-Chefvolkswirt Obstfeld.

    Kritik an den USA: IWF-Chefvolkswirt Obstfeld.© afp Kritik an den USA: IWF-Chefvolkswirt Obstfeld.© afp

    Washington. Der Auftakt zur Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank wird von massiven Streitigkeiten zwischen IWF und den USA begleitet. Der Budgetchef des Weißen Hauses, Mick Mulvaney, warf dem IWF vor, die Steuerbemühungen der USA zu torpedieren.

    Der Chefvolkswirt des IWF, Maurice Obstfeld, hatte am Vortag zwar nicht explizit zu Trumps Steuerplänen und deren Qualität Stellung genommen. Der Fonds hatte die USA aber als ein Land bezeichnet, das nicht zu der Erhöhung der weltweiten Wachstumsprognose beiträgt - und dafür die Unsicherheit bezüglich der Steuerreform als einen Grund genannt. Eine US-Steuerreform müsse auch die Einnahmeseite berücksichtigen, um den hohen Schuldenstand zu bekämpfen, so Obstfeld. Ferner müsse Steuerpolitik als Instrument zur Bekämpfung sozialer Ungleichgewichte genutzt werden.


    Trump hatte in seinen Plänen bisher lediglich immense Steuererleichterungen vor allem für Unternehmen versprochen. Die Gegenfinanzierung der Mindereinnahmen für den Staat soll durch höheres Wachstum und damit wieder höhere Steuereinnahmen erwirtschaftet werden. Der IWF hat Zweifel: "Es gibt nicht viele Fälle, in denen Steuersenkungen sich selbst bezahlen."

    IWF-Experten hatten in mehreren Äußerungen unabhängig voneinander grundsätzliche fiskal- und geldpolitische Prinzipien angemahnt, die der gegenwärtigen US-Politik zugegen laufen - ohne explizit auf Trump zu verweisen. So forderte der Kapitalmarktexperte Tobias Adrian am Mittwoch etwa, den nach der Finanzkrise geschaffenen Regulierungs-Rahmen für die Finanzbranche nicht signifikant aufzuweichen - ein weiteres Vorhaben Trumps.




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    Dokument erstellt am 2017-10-12 19:24:06
    Letzte nderung am 2017-10-12 20:39:05



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