• Artikel vom 06.02.2012, 21:02 Uhr

Österreich

Update: 06.02.2012, 21:37 Uhr
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Februar ist Hochbetrieb

Kurzurlaub löst Skiwoche ab


Von Sophia Freynschlag
  • In der aktuellen Wintersaison kommen mehr Gäste, bleiben aber dafür kürzer.
  • Nicht einmal die klirrende Kälte beeinträchtigt die Buchungen im Februar.

Hüttengaudi: Stammgäste wissen, wo man zu welcher Tageszeit noch die Sonne genießen kann. - corbis

Hüttengaudi: Stammgäste wissen, wo man zu welcher Tageszeit noch die Sonne genießen kann. corbis

Wien. Mit dem Beginn der Semesterferien startet für die heimischen Touristiker die Hochsaison. Bei den eisigen Temperaturen tummeln sich zwar derzeit nicht ganz so viele Wintersportler auf der Piste – viele verbringen die Tage im Tal oder kehren schon nachmittags von der Piste ins Hotel zurück. Die Kälte halte die Gäste aber nicht vom Buchen ab, ist Leo Bauernberger, Geschäftsführer von Salzburger Land Tourismus, überzeugt.

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Für die kommenden drei Wochen sind die Hotels und Herbergen in Skiorten wie St. Anton am Arlberg und Sölden gut ausgelastet, wie von den örtlichen Tourismusverbänden zu hören ist. Auch in Kärnten sowie in Salzburg ist die Buchungslage für die Semesterferien gut. Der Schnee in vielen Teilen Österreichs hat Lust auf Winterurlaub gemacht – seit dem Einsetzen der starken Schneefälle Anfang Jänner melden die Tourismusverbände in Tirol, dem Bundesland mit den meisten Nächtigungen in Österreich, deutlich mehr Buchungen.

Bei den Nächtigungen gibt es jedoch einiges aufzuholen: Wegen Schneemangels startete die Skisaison in vielen Regionen später als geplant. Eine ungünstige Feiertagskonstellation sorgte für ein schwaches Nächtigungsergebnis im Dezember – weil der 24. Dezember auf einen Samstag fiel, reisten viele Urlauber erst später an. Im ersten Drittel der Wintersaison (November und Dezember) ist die Zahl der Nächtigungen daher um 0,7 Prozent auf 13,32 Millionen gesunken, die Zahl der Gästeankünfte stieg hingegen um 4,2 Prozent auf 4,32 Millionen.
"Der Trend geht eindeutig zu einer kürzeren Aufenthaltsdauer", sagt Barbara Tschöscher von der Kärnten Werbung. Kurzurlaube lösen zunehmend den klassischen Skiurlaub von einer Woche ab. Zuletzt lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Winter bei vier Übernachtungen, wie aus Zahlen der Statistik Austria hervorgeht.

"Midweek-Angebote" und Musikfestivals am Berg

Weil viele Gäste ein verlängertes Wochenende bleiben, wollen Hotels mit "Midweek-Angeboten" von Sonntag bis Donnerstag die Auslastung steigern. Außerdem arbeiten viele Regionen daran, Gäste zu Saisonende mit Musik-Veranstaltungen in die Region zu holen. In Mayrhofen in Zillertal findet beispielsweise im April das Snowbombing Festival statt, das vor allem englische Gäste nach Tirol lockt. In Sölden treten im April Stars wie David Guetta beim Electric Mountain Festival am Berg auf. "Wir möchten mit zusätzlichen Events Akzente setzen, um die Saison zu verlängern", sagt Leopold Holzknecht von Ötztal Tourismus. Ein "Jänner-Loch" bei der Auslastung zwischen den Weihnachtsferien und den Semesterferien gebe es nicht, so Holzknecht: Geringere Nächtigungszahlen von Inländern im Jänner werden durch Gäste aus Zentral- und Osteuropa, Russland und der Ukraine wettgemacht.




Schlagwörter

Österreich, Tourismus

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-06 21:05:48
Letzte Änderung am 2012-02-06 21:37:19


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