• Artikel vom 21.02.2012, 18:05 Uhr

Österreich

Update: 21.02.2012, 21:56 Uhr
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Siemens baut Geschäft mit Nahverkehrszügen stark aus - 200 neue Jobs in Simmering

Da rollt nicht nur die U3


  • In der "Waggonfabrik" werden weitere rund 50 Millionen Euro investiert.

MCL-Chefin Sandra Gott-Karlbauer und Siemens-Österreich-Generaldirektor Wolfgang Hesoun vor dem Prototyp der neuen "Inspiro"-U-Bahn für Warschau.

MCL-Chefin Sandra Gott-Karlbauer und Siemens-Österreich-Generaldirektor Wolfgang Hesoun vor dem Prototyp der neuen "Inspiro"-U-Bahn für Warschau.

Wien. (hdt) Sandra Gott-Karlbauer legt sich die Latte nicht gar niedrig: "Wir wollen im Nahverkehr in den nächsten Jahren um 50 Prozent wachsen und damit zur Weltspitze aufschließen", sagte die Leiterin des seit Oktober in Wien angesiedelten Welt-Kompetenzzentrums für den Siemens-Geschäftsbereich "Metros, Coaches and Light Rail" (MCL) am Dienstag bei der Präsentation einer neuen U-Bahn-Generation in Wien.

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Der Weltmarkt für Metros und Straßenbahnen umfasst derzeit ein Volumen von rund sieben Milliarden Euro - und wächst jährlich um gut fünf Prozent. Für die nächsten Jahre stehen mehr als 500 Straßenbahn- und 100 U-Bahn-Beschaffungsprojekte zur Ausschreibung an - "mit der Präsentation einer neuen U-Bahn-Generation im Werk Simmering unterstreicht der Siemens-Konzern seine Wachstumsaussichten in der Bahntechnik", sagte Siemens-Österreich-Generaldirektor Wolfgang Hesoun. 50 Millionen Euro sollen in den nächsten beiden Jahren in Wien-Simmering investiert werden. Die Fertigungskapazitäten werden erweitert, und obwohl ein großer Teil der Investitionen in Automatisierungstechnik fließt, sollen zu den derzeit 750 Beschäftigten auch 200 neue Fachkräfte dazukommen.

Wien ist seit dem Beginn des laufenden Siemens-Geschäftsjahrs weltweit für die Einheit Metros, Coaches und Light Rail (MCL) zuständig. Darunter fallen U-Bahnen, Straßenbahnen sowie schienengebundene Fahrzeuge für den fahrerlosen Betrieb und Reisezugwagen wie der Railjet. Hesoun sieht durch die Bündelung den Standort aufgewertet und in einer "besseren Lage" im Gesamtkonzern: "Innovationen aus dem Werk Simmering waren der Garant für unsere bisherigen Erfolge in den Märkten auf der ganzen Welt - das wollen wir in der neuen Aufstellung intensivieren." Das Geschäft mit dem Personen-Nahverkehr umfasst bei Siemens derzeit rund eine Milliarde Euro, der Konzern ist damit auf dem Weltmarkt der fünftgrößte Anbieter und will bis etwa 2016 in die Top drei vorstoßen.

Bahnen für Den Haag, Warschau und München
Große Wachstumschancen sieht Siemens vor allem in Europa - insbesondere im Osten - sowie in Asien und den USA, geringere im staatlich regulierten China, wo die beiden Weltmarktführer in Joint-Ventures produzieren.

Aktuell hat Siemens im Bereich U-Bahnen und Straßenbahnen drei Großaufträge: Der Konzern baut für etwa 115 Millionen Euro 40 Straßenbahnen für Den Haag, für rund 275 Millionen Euro 35 U-Bahn-Züge für Warschau und für 165 Millionen Euro 21 neue U-Bahn-Züge für München. Optionen für weitere Züge sind in allen drei Fällen vorhanden, die Arbeiten werden jeweils von Simmering aus koordiniert und großteils auch dort durchgeführt.




Schlagwörter

Wien, Arbeitsmarkt, Siemens

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-21 18:11:07
Letzte Änderung am 2012-02-21 21:56:05


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