• vom 09.04.2012, 16:07 Uhr

Österreich

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Einkommen schlägt Pension: Arbeiten bringt mehr Geld



  • Warum Menschen länger arbeiten, als sie müssten - einige Beispiele.

Wien.

Die Unternehmerin Lilo Unterkircher (l.) schätzt die Auseinandersetzung mit ihren Mitarbeiterinnen: "Arbeit hält fit und macht uns geistig rege."

Die Unternehmerin Lilo Unterkircher (l.) schätzt die Auseinandersetzung mit ihren Mitarbeiterinnen: "Arbeit hält fit und macht uns geistig rege." Die Unternehmerin Lilo Unterkircher (l.) schätzt die Auseinandersetzung mit ihren Mitarbeiterinnen: "Arbeit hält fit und macht uns geistig rege."

(pech) "Ich hatte überhaupt noch nie das Gefühl, dass ich aufhören könnte oder müsste. Das wäre nur eine Option, wenn ich gesundheitlich schwer beeinträchtigt wäre", sagt Lilo Unterkircher. Die 63-Jährige hat eine Agentur für Grafik, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Sie habe ihren Traumberuf ergriffen - was sonst sollte sie tun, als zu arbeiten, fragt die Unternehmerin. Der Job halte sie geistig rege, der Umgang mit jungen Mitarbeiterinnen, die Auseinandersetzungen mit Kunden - all das halte fit. "Arbeit ist das verlässlichste Instrument, durch das man Anerkennung erhält. Alles, was das Leben ausmacht, ist Arbeit. Ich verstehe nicht, warum man das so schnell wie möglich verlassen will." Möglicherweise sei das auch eine gesellschaftliche Konvention, meint Unterkircher. "Denn ab 58 wird man als Frau ständig gefragt, wann man denn nun endlich in Pension gehen wolle." Sie findet daher, dass die öffentliche Meinung über das Thema "länger arbeiten" verändert werden müsste.

Unterkircher betont, dass ihr die jahrelange Auseinandersetzung im Job Sicherheit gebe. "Ich werde nicht aufgrund meines Alters beurteilt, sondern aufgrund meiner Kompetenzen und meiner Leistung." Und das sei es auch, was am Ende dem Unternehmen zugute komme: Jahrelange Erfahrung bedeute auch schnellere Lösungen für unmittelbar anstehende Probleme. Und zu guter Letzt, gibt Unterkircher zu bedenken, sei die Pension für Selbständige schon deshalb nicht erstrebenswert, weil sie nicht besonders hoch sei: "Arbeiten ist die bessere Alternative - zumindest, solange man geistig und körperlich fit ist." Für Selbständige gilt im Übrigen dasselbe gesetzliche Pensionsalter wie für Arbeiter oder Angestellte im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG): 60 Jahre für Frauen, 65 für Männer.

Noch lange nicht ans Aufhören denkt auch Kurt Smetana. Er ist zwar ebenfalls erst 63 und daher als Mann noch unter dem Pensionsantrittsalter der Architekten, hat aber vor, noch sehr viel länger in seinem Beruf als Architekt und Stadtplaner zu bleiben. "Ich habe Verträge und Baustellen, die noch länger laufen." Architekten haben eine eigene Pensionsversicherung. Sie müssen mindestens 120 Monate lang in die Wohlfahrtseinrichtung der Architektenkammer einzahlen, um pensionsberechtigt zu sein - Männer können vorzeitig mit 65 Jahren (Frauen mit 60) und "normal" ab 70 (Frauen ab 65) in Pension gehen.




Schlagwörter

Pensionen, Arbeiten im Alter

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Dokument erstellt am 2012-04-09 16:14:07


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