• vom 17.04.2012, 20:45 Uhr

Österreich

Update: 17.04.2012, 20:51 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Raiffeisen Zentralbank sieht ihr Kapitalziel bereits in Reichweite



  • Gewinneinbruch 2011 - Staat kassiert trotzdem Zinsen für seine Kapitalhilfe.



Wien. (kle) Bankensteuern, Ungarn, Verluste bei der Uniqa-Versicherung und im Leasing, aber auch höhere Verwaltungskosten - all das hat dem Konzern der Raiffeisen Zentralbank (RZB) 2011 die Bilanz verhagelt. Mit 472 Millionen Euro fiel der Nettogewinn um ein Drittel niedriger aus als im Jahr davor. Ein Großteil des Gewinns stammt von der börsenotierten Raiffeisen Bank International, an der die RZB 78,5 Prozent der Aktien hält.

Auch für das vergangene Jahr wird das Raiffeisen-Spitzeninstitut der Republik Österreich Zinsen in Höhe von 140 Millionen Euro zahlen, wie Bankchef Walter Rothensteiner am Dienstag in der Bilanzpressekonferenz ankündigte. Die RZB hat 2009 Staatshilfe im Volumen von 1,75 Milliarden Euro abgerufen.

Zudem soll für 2011 wieder eine Dividende von 160 Millionen Euro an die Aktionäre - im Wesentlichen die Raiffeisenlandesbanken - ausgeschüttet werden. Das selbst gesteckte Ziel, bis Ende Juni bei 9,4 Prozent hartem Kernkapital zu landen und so die für europäische Großinstitute geltende Neun-Prozent-Vorgabe der EU-Bankenaufsicht EBA überzuerfüllen, sieht Rothensteiner dadurch nicht gefährdet. In Summe will die RZB bis dahin drei Milliarden Euro gestemmt haben, um das Kapitalloch zu stopfen. Davon sind knapp zwei Drittel (1,9 Milliarden Euro) über ein Bündel von Maßnahmen bereits umgesetzt.

Bedeckt hält sich Rothensteiner vorerst zu allem rund um seine Mitte Juni anstehende offizielle Wahl zum Nachfolger von Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad und seine Pläne für das neue Amt. Große Änderungen des Kurses bei Raiffeisen dürften jedoch nicht zu erwarten sein.




Schlagwörter

RZB, Bilanz, Banken, Finanzen

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-17 18:02:10
Letzte Änderung am 2012-04-17 20:51:16


Beliebte Inhalte



Geld versenkt haben die Gläubiger der Alpine - unter anderem im Tunnelbau. - apa
  • Republik und Banken tragen Hauptlast, schlechte Karten für Anleihezeichner.
  • weiter

  • Habau: Eine Gesamtübernahme braucht Zeit, rascher wäre Filetierung.
  • weiter

Klar ist bereits, dass alle Arbeitnehmer 30 Tage Kündigungsschutz haben. Über die Gewerkschaft wird organisiert, dass die Betroffenen ihre Entgeltforderungen fristgerecht beim Insolvenzgericht einbringen. - APA/BARBARA GINDL
  • Insolvenzentgeltfonds hat Mittel für Arbeitnehmer gesichert.
  • weiter

Die am Mittwoch angemeldete Insolvenz des Bauriesen Alpine ist eine der größten Pleiten der Zweiten Republik und könnte vom Volumen der Verbindlichkeiten her alles bisher Dagewesene übertreffen. - APAweb/dpa/dpaweb
  • 6.483 Dienstnehmer und 8.000 Gläubiger betroffen.
  • Erste Gläubigerversammlung findet am 4. Juli statt.
  • weiter

Die Steuervorschriften gelten auch für das Modelabel. - Foto: Dolce & Gabbana, Collage: WZ Online
  • Anwalt will Berufung einlegen
  • weiter

Die OECD sieht einen ökonomische Mehrwert der Migration. - © ThorstenSchmitt - Fotolia.com
  • EU-Kommission: Europa soll für qualifizierte Arbeiter attraktiver werden.
  • weiter

An der Existenz des Bauriesen hängen Tausende Jobs. Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). - APAweb/BARBARA GINDL
  • Geschäftsführung strebt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an
  • weiter

Die am Mittwoch angemeldete Insolvenz des Bauriesen Alpine ist eine der größten Pleiten der Zweiten Republik und könnte vom Volumen der Verbindlichkeiten her alles bisher Dagewesene übertreffen. - APAweb/dpa/dpaweb
  • 6.483 Dienstnehmer und 8.000 Gläubiger betroffen.
  • Erste Gläubigerversammlung findet am 4. Juli statt.
  • weiter

Gekommen, um wieder zu gehen: Gottwald Kranebitter will Hypo Alpe Adria verlassen. - apa/Techt
  • Fimbag soll aufgewertet werden und "Bad Bank" steuern.
  • ÖVP will Fekter nicht mehr in nächster Regierung haben - Hoffen auf Brüssel.
  • weiter

Die Österreicher halten sich beim Neuwagenkauf zurück. - APAweb / APA, Barbara Gindl
  • Mehr Motorräder zugelassen.
  • weiter




Werbung



Die Akte Hypo - Bild: APAweb

Firmenmonitor






Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung