Wien.

Auf Platz zwei reihen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister den Europark in Salzburg. Bei den Betreibern führt die zu Spar gehörende Gesellschaft SES (Spar European Shopping Centers), die neben Europark und Zimbapark auch mit dem Q19 in Wien und dem Fachmarktzentrum Fischapark in Wiener Neustadt in den Top 10 platziert ist. Die Standorte von Österreichs größtem Betreiber Unibail Rodamco - SCS und Donauzentrum - liegen ex aequo auf Rang 14.
"Große, etablierte Center haben in der Befragung gut abgeschnitten", sagt Hannes Lindner von Standort + Markt. Entscheidend sei, ob das Einkaufszentrum "up to date" sei. Das Schlusslicht bildet mit einer Schulnote von 4,2 Uno-Shopping in Leonding (Oberösterreich), das nicht mit dem größeren Konkurrenten Plus City in der Nähe mithalten kann.
Große Center am Stadtrand am besten bewertet
Auch das Columbus Center und das Stadion Center in Wien schneiden schlecht ab. "Junge Center, die ab 2011 gebaut wurden, tun sich schwer, sich im Verdrängungswettbewerb durchzusetzen", sagt Lindner. Auch ältere Bauten, die vor einem Umbau teilweise leer stehen, werden schlecht bewertet.
Am zufriedensten mit den Umsätzen sind Mieter von Centern in Stadtrandlagen. Bei der Standortsuche achten Einzelhändler und Gastronomen vor allem auf die Erreichbarkeit mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, den Brachenmix und das Umsatzpotenzial.
Fast sechs von zehn befragten Mietern sind der Meinung, dass es in Österreich bereits zu viele Shoppingcenter gibt. Per Ende 2011 standen in Österreich 206 Einkaufs- und Fachmarktzentren ab 4000 Quadratmetern, die auf insgesamt 3,5 Millionen Quadratmetern 10,7 Milliarden Euro Jahresumsatz machen. Ende März 2012 wurde das Neukauf Center in Villach eröffnet. In diesem Jahr rechnet Lindner mit drei bis vier Neueröffnungen, darunter das Projekt G3 in Gerasdorf, das im Herbst 2012 mit 180 Geschäften aufsperrt. In den folgenden Jahren kommen nach der Eröffnung der BahnhofCity West im November 2011 neue Einkaufszentren am Hauptbahnhof (Eröffnung 2014) und in Wien-Mitte (Eröffnung 2013) dazu.
"Einheitsbrei": gleiche Marken in Shoppingtempeln
Der Mietermix in Einkaufszentren werde immer mehr "Einheitsbrei", sagt Lindner. Die Textilhändler dominieren: Im Durchschnitt machen Bekleidungs- und Schuhgeschäfte rund 35 Prozent der Shops aus, in großen Zentren sind es sogar mehr als 50 Prozent. Regionale Mieter sind kaum vertreten - wenn, dann vor allem als Franchisenehmer großer Ketten. "Es geht um Margen, sodass man es fast nur als große Händlerkette schafft", sagt Lindner.