Wien.

In der Gastronomie wurde ein Viertel mehr Fairtrade-Kaffee verkauft, damit wurden im Vorjahr laut Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich, 47 Millionen Tassen ausgeschenkt. Mehr als 1300 Cafés, Restaurants, Bäckereien und Tankstellen-Shops bieten den zertifizierten Kaffee an. Der Fairtrade-Marktanteil bei Kaffee liegt hierzulande derzeit aber nur bei drei bis fünf Prozent. Daher sieht Kirner in den bestehenden Warengruppen - von Eis bis Baumwolle - noch großes Potenzial für Wachstum. In Großbritannien wird beispielsweise auch zertifiziertes Gold verkauft, bei dem soziale und Umweltstandards garantiert werden. Das sei in Österreich derzeit kein Thema, sagt Kirner.
Die Banane bleibt das wichtigste "faire" Produkt

Bananen bleiben das am meisten verkaufte "faire" Produkt.
"Jede vierte Banane, die im österreichischen Handel verkauft wird, ist eine Fairtrade-Banane", sagt Kirner. Fairtrade sei neben Bio und Regionalität die dritte Säule der Nachhaltigkeit. 70 Prozent der mehr als 750 fair gehandelten Produkte tragen gleichzeitig ein Bio-Gütezeichen. Das Fairtrade-Siegel garantiert, dass Hersteller Standards bei Arbeitsbedingungen, sozialen Rechten und Sicherheit am Arbeitsplatz einhalten. Fairtrade arbeitet mit mehr als 900 zertifizierten Produzenten, vor allem Kleinbauernkooperativen, in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen. Diese Hersteller erhielten 2011 aus Österreich 22 Millionen US-Dollar aus Fairtrade-Mindestpreis und -Prämie sowie aus dem Bio-Aufschlag.
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