
Wien. Die Geschäftsführerin der Hofburg Vienna, Renate Danler, über internationales Marketing und Corporate Identity.
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"Wiener Zeitung": Sie repräsentieren als Geschäftsführerin der Hofburg Vienna einen der wichtigsten Veranstaltungsorte Österreichs. Was fasziniert Sie selbst an Ihrer Arbeit?
Renate Danler: Jede Veranstaltung ist für den Kunden etwas Besonderes, und deshalb ist sie es auch für uns: Ob es der Kaffeesiederball ist oder das World Economic Forum. Faszinierend ist dabei das Zusammenspiel von Hunderten von Menschen. Es ist eine internationale Arbeit, die Welt kommt zu Ihnen.
Gibt es Orte, mit denen Sie sich vergleichen?
Die Hofburg ist einzigartig. Es gibt weltweit keine ehemalige Kaiserresidenz, die heute ein Kongress- und Veranstaltungszentrum ist. In Wien gibt es nur zwei weitere große Veranstaltungsorte, die Reed-Messe und das Austria Center Vienna, die aufgrund ihrer Kapazitäten ein anderes Segment ansprechen. Wir konzentrieren uns auf Veranstaltungen ab 250 Personen, so ergänzen wir die Konferenz-Hotellerie.
Welche Konkurrenten gibt es für die Kongressstadt Wien auf internationaler Ebene?
Wien ist eine sehr gute Destination. Wenn Kongresse in ein anderes Land gehen, liegt das oft daran, dass die Verbindungen des Veranstalters zu der Stadt enger sind, weil vielleicht das Unternehmen dort seinen Sitz hat. Nicht ohne Grund ist aber Wien in den internationalen Kongressstatistiken an erster Stelle.
Was macht Wien so beliebt?
Wien liegt sehr zentral und wird immer noch als Gateway in den Osten gesehen, wir haben auch mehr und mehr Kunden aus dem östlichen Raum. Zudem ist Wien für Wissenschaft und Forschung sehr wichtig. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen internationalen Organisationen. Firmen brauchen immer einen Konnex, sie kommen nicht allein, weil Wien schön ist.
Was hat Wien von der Hofburg?
Sehr viel! Wir, die Hofburg, machen zehn bis elf Millionen Euro Umsatz jährlich, das Catering sechs Millionen. Wir bringen aber auch Wertschöpfung nach Wien: Gemeinsam mit der OSZE 190 Millionen Euro: Hotelunterkünfte, Gastronomie, Einkäufe. Das bringt Steuereinnahmen für das Land. Das sind die Hard Facts, aber wichtiger ist die Reputation Wiens als Wissenszentrum, das die Stadt sich damit aufbaut.