• vom 26.04.2012, 18:03 Uhr

Österreich

  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Sonntagsöffnung von Gartencentern in Kritik


Von Sophia Freynschlag

  • Bellaflora und Dehner öffnen diesen Sonntag - Gewerkschaft plant Anzeige.

Wien. Die Pflanzenhändler Bellaflora und Dehner sperren kommenden Sonntag ihre Geschäfte auf, was die Gemüter der Gewerkschafter erhitzt. "Als Mitglied der Gärtner-Innung dürfen wir an sechs Sonntagen im Jahr offenhalten", sagt Bellaflora-Chef Alois Wichtl. Auch nächste Woche werden 24 Filialen sonntags aufsperren - das sollen die einzigen zwei Termine heuer bleiben. "Die Kunden nehmen das Angebot in der Hochsaison fürs Garteln gerne in Anspruch", ist Wichtl überzeugt.

Bellaflora & Co "haben nichts mit Blumenbinderei zu tun"
Verkauft werden nur Pflanzen, keine Erde, Töpfe, Dünger oder Werkzeug, sagt Wichtl. Dementsprechend kündigen die Unternehmen in ihren Prospekten einen "verkaufsoffenen Sonntag mit großem Pflanzenverkauf" und einen "großen Pflanzenmarkt" an. Auch die Gärtnerei Starkl öffnet an einigen Sonntagen im Jahr.

Dehner wird am 29. April sieben Gartencenter offenhalten. "Alle rechtlichen Rahmenbedingungen wurden selbstverständlich im Vorfeld geklärt. Verkauft wird ausschließlich das gesetzlich zugelassene Sortiment, das heißt alles rund um die Pflanze", teilt der deutsche Händler mit.

Die Gewerkschaft GPA-djp sieht das anders: "Diese Unternehmen haben nichts mit einer kleinen, gewerblichen Blumenbinderei zu tun", sagt Karl Proyer von der GPA-djp. Proyer kündigt eine Anzeige an, weil die rechtliche Situation seit 2011, als Bellaflora und Dehner erstmals sonntags aufsperrten, "noch immer unklar ist". Zudem will Proyer das Arbeitsinspektorat einschalten: "Wir werden prüfen, ob die Mitarbeiter wirklich freiwillig arbeiten und ob die Entlohnungsvorschriften eingehalten werden." Bei Bellaflora bekommen Mitarbeiter laut Wichtl 100 Prozent Zuschlag und einen freien Tag.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-26 18:09:03


Beliebte Inhalte



Der Alpine-Konzern kämpft erneut ums Überleben. - apa/Gindl
  • Bedingung: Neue Kapitalspritze durch FCC und Beteiligung der Anleihegläubiger.
  • weiter

An der Existenz des Bauriesen hängen Tausende Jobs. Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). - APAweb/BARBARA GINDL
  • Geschäftsführung strebt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an
  • weiter

  • EU-Beitritt am 1. Juli trifft Kroatien in der Rezession - Geldgeber gesucht.
  • weiter

Muriel raucht eine Zigarette vor dem Virgin Megastore in Nizza. 960 Mitarbeiter verlieren mit der Insolvenz der Kette ihre Jobs. - APAweb / reuters Eric Gaillard
  • Handelsgericht in Paris verfügt Auflösung des Medienkaufhauses.
  • weiter

Der letzte Auftritt: EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure (l.) und OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek am Montag, 22. April 2013, anl. der Vorstellung des neuen 5-Euro-Scheines in der Nationalbank in Wien. - APA/HERBERT NEUBAUER
  • Anwälte Duchatczeks: Suspendierung durch Notenbankgesetz nicht gedeckt.
  • weiter

  • Von der Gläubiger-Verantwortung und der Schuld der Kreditnehmer. Ein Essay.
  • weiter

Die OECD sieht einen ökonomische Mehrwert der Migration. - © ThorstenSchmitt - Fotolia.com
  • EU-Kommission: Europa soll für qualifizierte Arbeiter attraktiver werden.
  • weiter

Gekommen, um wieder zu gehen: Gottwald Kranebitter will Hypo Alpe Adria verlassen. - apa/Techt
  • Fimbag soll aufgewertet werden und "Bad Bank" steuern.
  • ÖVP will Fekter nicht mehr in nächster Regierung haben - Hoffen auf Brüssel.
  • weiter

Die Österreicher halten sich beim Neuwagenkauf zurück. - APAweb / APA, Barbara Gindl
  • Mehr Motorräder zugelassen.
  • weiter

Finanzministerin Fekter will bei der Staatshypo kreativere Lösungen als eine Bad Bank. - apa/Jäger
  • Verzicht auf Bad Bank kostete halbe Milliarde - die Vorteile der "Mülldeponie".
  • weiter




Werbung



Die Akte Hypo - Bild: APAweb

Firmenmonitor






Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk.

Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt. 18.6.2013: Heute herrscht in Österreich wieder Badewetter: Über 35 Grad Celsius werden erwartet.

Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück. Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne".

Werbung