
Wien. Die börsenotierte Erste Group hat die 9 Prozent an hartem Kernkapital, das die europäische Bankenaufsicht EBA den europäischen Großbanken vorgegeben hat, erreicht. In ihrem Quartalsbericht 2012 berichtete die Erste Group heute eine EBA-Eigenkapitalquote von 9,7 Prozent.
In der ausgewiesenen 9,7-Prozent-Quote sind auch 700 Millionen aus Rumänien enthalten, die mit der Anerkennung von Sicherheiten für ausgefallene Kredite in Rumänien zusammenhängen.
Selbst bereinigt um den "rumänischen Effekt" und wieder ohne Quartalsgewinneinrechnung wäre die EBA-Quote im 1. Quartal bei 9,1 Prozent gelegen, teilte die Bank heute weiter mit.
Für das erste Quartal wies die Erste Group einen Nettogewinn (Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten) von 346,5 Mio. Euro aus, um 7,8 Prozent mehr als im Jahr davor. Der Zinsüberschuss war um 2,7 Prozent höher, der Provisionsüberschuss aber rum 5,5 Prozent tiefer, stark eingebrochen ist das Handelsergebnis.
Rechnete man die 346 Mio. Euro Gewinn des ersten Quartals dazu, wären es überschlagsmäßig mehr als 9,4 Prozent.
12,8 Milliarden Euro Eigenkapital
Die Erste Group bezifferte ihr Eigenkapital zum 31. März 2012 mit 12,8 Mrd. Euro, das Kernkapital mit 12,2 Mrd. Euro und das Core-Tier-1-Kapital mit 11,4 Mrd. Euro.
Die Kapitalquoten werden auch durch den Abbau von risikogewichteten Aktiven entlastet: Bei der Ersten ist die Position durch weiteren Abbau von nicht zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten und "Optimierungen" heuer in den ersten drei Monaten von 114 auf 111,8 Mrd. Euro gesunken.