Wien. Bei der AUA (Austrian Airlines) wird um eine Lösung im Streit um billigere Kollektivverträge (KV) für Piloten und Kabinenpersonal gerungen. Am Nachmittag treten Belegschaftsvertretung und Management zu einem weiteren Gespräch zusammen.
Da analysiere man, wie man weiter mache, verlautete vor Sitzungsbeginn zur APA.
Die Mitarbeiter wollten weiter ein "abstimmungsfähiges Papier" zu der geplanten Modernisierung der Tarifverträge sehen.
Verschiebungen und Verlängerungen
Die Verhandlungen um ein Personalkosten-Sparpaket sind seit Februar von zahlreichen Verschiebungen und Verlängerungen geprägt. Der AUA-Vorstand muss der Lufthansa in der ersten Maiwoche nun aber Ergebnisse präsentieren.
Der Piloten-Betriebsrat besteht bisher auf vorherigen Abstimmungen der Belegschaft. Eine erste Abstimmungsrunde, die vorigen Donnerstag anlaufen und heute Mittag hätte enden sollen, wurde gestern Sonntag kurzerhand ganz abgeblasen. Die Gefahr war zu groß, dass sie das bisher vorliegende Verhandlungspaket abgeschmettert hätte. Interpretationen, dass die Nicht-Abstimmung schon die klare Ablehnung war, wurden so nicht bestätigt.
Seit drei Monaten hängt als Alternative zu einer Verhandlungslösung der Zwangsumstieg auf Tyrolean in der Luft. Der Vorstand hat dies für frühestens 1. Juli avisiert. Für Mittwochvormittag hat der Tyrolean-Betriebsrat eine Betriebsversammlung anberaumt.