• vom 03.05.2012, 12:52 Uhr

Österreich

Update: 03.05.2012, 18:04 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (11)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Linzer Erfinder Josef Theurer kommt zu Ehren



Dr- Josef Theurer.

Dr- Josef Theurer.

Wien. Das Europäische Patentamt (EPA) hat Josef Theurer (82) in der Kategorie "Lebenswerk" für den europäischen Erfinderpreis nominiert. Er ist der erste Österreicher, der in der siebenjährigen Geschichte dieses Preises zu diesen Ehren kommt.

Der Linzer Theurer, Gründer der Firma Plasser & Theurer, habe mit seinen Erfindungen "wesentlich zum Aufbau des europäischen Hochgeschwindigkeitszugnetzes beigetragen", heißt es in der Begründung zur Nominierung.

Theurer sei "nicht nur ein bemerkenswerter Unternehmer" sondern auch ein "Erfinder par excellence mit mehr als 600 Patenten im Gleisbau" würdigte ihn der Präsident des EPA, Benoit Battistelli. Insgesamt habe er in seinem Leben über 1050 Patente eingereicht "und gleichzeitig eines der erfolgreichsten internationalen Unternehmen Österreichs aufgebaut".

Nach der HTL war Josef Theurer in der Linzer Schiffswerft als Konstrukteur tätig, ehe er 1953 mit Franz Plasser das Unternehmen gründete, das heute noch zu 80 Prozent im Eigentum der Familie Theurer steht. Der Enkel des Erfinders und Sohn der Dressurreiterin Elisabeth Max-Theurer, Johannes Max-Theurer, ist mit 24 Jahren schon Mitglied der Geschäftsführung.

Plasser & Theurer ist heute Weltmarktführer für den Gleisbau von Eisenbahnstrecken und hat mehr als 3000 Mitarbeiter. Das ganze Unternehmen hat über 10.000 Patente angemeldet, von denen mehr als 2000 derzeit noch wirksam sind.

Das Patentamt vergibt jedes Jahr Erfinderpreise in den fünf Kategorien "Industrie", "Forschung", "Kleine und mittlere Unternehmen" ("KMU"), "Außereuropäische Staaten" sowie "Lebenswerk". Damit sollen "herausragende Erfinder für ihren Beitrag zum technologischen, sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt" gewürdigt werden. In jeder Kategorie sind drei Personen für den Preis nominiert, der am 14. Juni in Kopenhagen vergeben wird.

Theurer sei die "Schlüsselfigur" hinter den Erfindungen des Unternehmens. Er habe unter anderem die erste hydraulische Gleisstopfmaschine der Welt, die erste Nivellierstopfmaschine, die erste Zweischwellenstopfmaschine, den ersten Schnellumbauzug in Fließbandtechnik, und im Jahr 2005 die erste kontinuierlich tätige Vierschwellenstopfmaschine mit integrierter, dynamischer Gleisstabilisation entwickelt.

"Dank seiner Innovationen konnte die mühsame Handarbeit im Bau und Erhalt von Eisenbahnlinien durch mechanisierte Methoden ersetzt werden. Dies wiederum führte zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität. Die Präzision seiner Maschinen war maßgeblich entscheidend für den erfolgreichen Einsatz von Hochgeschwindigkeitszügen. Zahlreiche der Plasser & Theurer-Maschinen wurden beim Bau der Strecke eingesetzt, auf welcher der TGV den Geschwindigkeitsweltrekord von 547,8 km/h aufstellte", so das Patentamt.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-03 12:59:01
Letzte Änderung am 2012-05-03 18:04:59


Beliebte Inhalte



Umbau verzögert sich: Erst 16 der 885 dayli-Filialen in Österreich wurden mit Bistro ausgestattet. - dayli
  • Der Rückzug des bonitätsstarken Miteigentümers gilt als negatives Signal.
  • weiter

  • FCC pocht angeblich auf neue Kredite und auf Haftungen der Republik.
  • weiter

  • Drastische Kurskorrektur - nach wochenlangen Börserekorden.
  • weiter

  • Nowotny pessimistisch - OeNB im Vorjahr mit höchstem Gewinn seit 2005.
  • weiter

  • Japans Exportrivalen in Deutschland verfolgen die Yen-Abwertung mit Skepsis.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Notenbank-Direktor Ittner: Seit 2002 erzielt Österreichs Volkswirtschaft Leistungsbilanzüberschüsse.
  • Leistungsbilanz für 2012 weist
  • 5,5 Milliarden Euro Überschuss aus.
  • weiter

Keine Wachstumsimpulse für die heimische Produktion durch Aufträge aus dem Ausland.  (Symbolbild: Stahlarbeiter) - APA/HANS KLAUS TECHT
  • Letztes nennenswertes Quartalswachstum liegt schon ein Jahr zurück.
  • weiter

Stromstöße und Leistungsabfall: In der Austrian Power Grid (hier Bundespräsident Heinz Fischer bei einem Besuch 2012) werden Netzschwankungen ausgeglichen. - apa/BH/Tatic
  • Subventionen für erneuerbare Energien führen zu Marktverzerrung.
  • weiter

Hinhaltetaktik Österreich wartet mit dem Informationsaustausch auf die Schweiz - und die Schweiz wartet auf den Rest der Welt. - reu
  • Österreichs Forderungen sind legitim, zögern aber mögliche Verhandlungserfolge hinaus.
  • weiter




Werbung



Die Akte Hypo - Bild: APAweb

Firmenmonitor






Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

23.05.2013: Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Werbung