• vom 04.05.2012, 18:11 Uhr

Österreich

  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Rohstoffe: Österreich schielt in die Mongolei



  • Wirtschaftsminister Mitterlehner
  • will Versorgung langfristig sichern.

Wien. (kle) Österreich ist gerade in Gesprächen mit der Mongolei. Dabei geht es um ein bilaterales Rohstoff-Abkommen, das 2013 in Kraft treten könnte. "Wir wollen damit österreichischen Unternehmen den Zugang zu Rohstoffvorkommen erleichtern", sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner am Freitag bei einer von seinem Ressort initiierten "Rohstoff-Enquete" in Wien.

Die Mongolei, die nach Kasachstan der flächenmäßig zweitgrößte Binnenstaat der Welt ist, verfügt unter anderem über Vorkommen von Seltenen Erden, Wolfram und Molybdän. Laut Mitterlehner werden diese Rohstoffe von österreichischen Betrieben besonders nachgefragt.

Die Versorgungssicherheit bei Rohstoffen gilt vor allem in westlichen Industrieländern als brennendes Thema, seit der Rohstoffhunger in aufstrebenden Schwellenländern wie China und Indien immer größer wird. "Der Zugang zu kritischen Rohstoffen wird zunehmend zu einem Standort- und Wettbewerbsfaktor", betonte Mitterlehner. "Durch den von China kontrollierten Abbau Seltener Erden und die steigende Nachfrage in den Schwellenländern hat sich die Situation weiter verschärft."

Vor diesem Hintergrund will Mitterlehner eine neue innerösterreichische Rohstoff-Allianz ins Leben rufen - eine Allianz zwischen den Unternehmen und Interessenvertretern, der Wissenschaft und den politischen Entscheidungsträgern. "Ziel ist eine strukturierte Vorgehensweise, um die Ressourcen-Effizienz und die Wiedergewinnung kritischer Rohstoffe aus Alt- und Abfallstoffen in Österreich zu steigern", erklärte der Minister. Der Auftakt für die Allianz soll im zweiten Halbjahr 2012 erfolgen.

Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern
In Sachen gesicherter Rohstoffversorgung setzt Mitterlehner daneben auch auf "Rohstoff-Diplomatie" - und zwar in Form von Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern wie der bereits erwähnten Mongolei.

"Durch mehr Ressourcen-Effizienz in Österreich und den leichteren Zugang zu ausländischen Vorkommen können wir die Versorgungssicherheit langfristig erhöhen", so der Minister. "Diese Initiativen ergänzen die bestehenden Maßnahmen wie die Rohstoff-Initiative der EU und den Österreichischen Rohstoffplan."




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-04 18:17:10


Beliebte Inhalte



Die am Mittwoch angemeldete Insolvenz des Bauriesen Alpine ist eine der größten Pleiten der Zweiten Republik und könnte vom Volumen der Verbindlichkeiten her alles bisher Dagewesene übertreffen. - APAweb/dpa/dpaweb
  • 6.483 Dienstnehmer und 8.000 Gläubiger betroffen.
  • Erste Gläubigerversammlung findet am 4. Juli statt.
  • weiter

An der Existenz des Bauriesen hängen Tausende Jobs. Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). - APAweb/BARBARA GINDL
  • Geschäftsführung strebt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an
  • weiter

  • EU-Beitritt am 1. Juli trifft Kroatien in der Rezession - Geldgeber gesucht.
  • weiter

Der Alpine-Konzern kämpft erneut ums Überleben. - apa/Gindl
  • Bedingung: Neue Kapitalspritze durch FCC und Beteiligung der Anleihegläubiger.
  • weiter

Die Großbank UBS wurde in den USA bereits verurteilt, weitere Banken könnten folgen. - reuters
  • Abgeordneter Blocher: "Dann stehen die Nächsten vor der Tür."
  • weiter

  • Von der Gläubiger-Verantwortung und der Schuld der Kreditnehmer. Ein Essay.
  • weiter

Die OECD sieht einen ökonomische Mehrwert der Migration. - © ThorstenSchmitt - Fotolia.com
  • EU-Kommission: Europa soll für qualifizierte Arbeiter attraktiver werden.
  • weiter

Die am Mittwoch angemeldete Insolvenz des Bauriesen Alpine ist eine der größten Pleiten der Zweiten Republik und könnte vom Volumen der Verbindlichkeiten her alles bisher Dagewesene übertreffen. - APAweb/dpa/dpaweb
  • 6.483 Dienstnehmer und 8.000 Gläubiger betroffen.
  • Erste Gläubigerversammlung findet am 4. Juli statt.
  • weiter

Gekommen, um wieder zu gehen: Gottwald Kranebitter will Hypo Alpe Adria verlassen. - apa/Techt
  • Fimbag soll aufgewertet werden und "Bad Bank" steuern.
  • ÖVP will Fekter nicht mehr in nächster Regierung haben - Hoffen auf Brüssel.
  • weiter

Die Österreicher halten sich beim Neuwagenkauf zurück. - APAweb / APA, Barbara Gindl
  • Mehr Motorräder zugelassen.
  • weiter




Werbung



Die Akte Hypo - Bild: APAweb

Firmenmonitor






Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung