• vom 04.05.2012, 18:11 Uhr

Österreich

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Verbund sucht nach Plan B für Klagenfurt



  • Anzengruber: Brauchen Alternativen zu behördlich gekipptem Kraftwerksprojekt.

Wien.

Die defizitären Kraftwerke in Frankreich will Verbund-Chef Anzengruber verkaufen.

Die defizitären Kraftwerke in Frankreich will Verbund-Chef Anzengruber verkaufen.© APA Die defizitären Kraftwerke in Frankreich will Verbund-Chef Anzengruber verkaufen.© APA

(hu) Das Gas- und Fernwärmekraftwerk Mellach bei Graz geht zwar erst 2013 in Vollbetrieb, aber schon jetzt müssen die Gaslieferverträge nachverhandelt werden. Die Gaspreise steigen mit den Ölpreisen. Ein Ausweichen auf die jetzt günstigeren Spotmärkte sei wegen der Abnahmeverpflichtung in den Lieferverträgen von mehr als 20 Jahren nicht möglich, beklagte am Freitag Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber im Klub der Wirtschaftspublizisten. Die Rentabilität von 5000 Stunden im Jahr stehe auf dem Spiel. Die vereinbarten Gasmengen müssten reduziert oder die Betriebszeiten vermindert werden. "Ohne vorherige Sicherung der Gasversorgung zu den damals üblichen Bedingungen hätten wir die Investition nicht finanzieren können", verteidigt Anzengruber die Entscheidung für die geltenden Verträge.

Für das vom Bundesumweltsenat gekippte Projekt eines neuen Gas-Dampfkraftwerks in Klagenfurt müssten schnell Alternativen gefunden werden, sagte der Verbund-Generaldirektor. Selbst eine erfolgreiche Berufung würde zu lange dauern, denn das alte Ölkraftwerk muss bereits 2015 stillgelegt werden. "Vor allem geht es um die Fernwärme", so Anzengruber.

Warburg Research hat das Verbund-Kursziel zuletzt von 24,50 auf 22,50 Euro herabgestuft, wegen anhaltender Probleme im Ausland, wie es hieß. In Frankreich sei eine Korrektur von ungünstigen Gaslieferverträgen gelungen, sagte Anzengruber. Trotzdem sollen die Gaskraftwerke in Frankreich nach hohen Verlusten verkauft werden.




Schlagwörter

Österreich, Energie, Strom, Verbund

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Dokument erstellt am 2012-05-04 18:17:13


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