• vom 01.06.2012, 10:01 Uhr

Österreich

Update: 01.06.2012, 18:31 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



301.715 Menschen in Österreich ohne Job

Arbeitslosigkeit im Mai gestiegen



  • Nationale Arbeitslosenquote bei 6,2 Prozent.
  • Beschäftigung gestiegen, offene Stellen gesunken.

Rund 300.000 Menschen in Österreich sind arbeitslos. - Hartmann/dapd

Rund 300.000 Menschen in Österreich sind arbeitslos. Hartmann/dapd

Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt weiterhin angespannt: Die Zahl der Arbeitslosen ist per Ende Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,4 Prozent oder 9.708 Personen auf 231.077 gestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Schulungsteilnehmer um 4.858 (+7,4 Prozent) auf 70.638. Insgesamt waren damit 301.715 Menschen in Österreich ohne Job um  (+5,1 Prozent) mehr als im Mai 2011, teilte das Sozialministerium am Freitag mit. Seit August 2011 steigt die Zahl der Jobsuchenden, nur im Jänner wurde ein Rückgang verzeichnet.

Die Arbeitslosenquote lag nach österreichischer Berechnungsmethode im Mai bei 6,2 Prozent. Nach EU-Berechnung belief sich die heimische Arbeitslosenquote im April - das ist der aktuellste verfügbare Wert - auf 3,9 Prozent. Österreich hat damit weiterhin die mit Abstand niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU. Auf den Rängen folgen Luxemburg und Niederlande mit jeweils 5,2 Prozent sowie Deutschland (5,4 Prozent).

Die Zahl der aktiv Beschäftigten hat sich per Ende Mai um 55.000 Personen auf 3,372 Millionen erhöht. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sind laut Sozialministerium um 3.893 ( -10,8 Prozent) auf 32.304 zurückgegangen.

Rückgang in westlichen Bundesländern
In den Bundesländer mit einer verhältnismäßig großen Tourismuswirtschaft wurden im Mai weniger Arbeitslose verzeichnet. In Tirol (-3,5 Prozent), Vorarlberg (-2,2 Prozent), Salzburg (-0,2 Prozent) und Kärnten (-0,2 Prozent) durfte man sich über einen Rückgang freuen. Überdurchschnittlich war der Anstieg der Arbeitslosigkeit hingegen in der Steiermark (+10,3 Prozent), Niederösterreich (+9,3 Prozent) und Burgenland (+8,9 Prozent) sowie Oberösterreich (+7,6 Prozent). In Wien gab es einen unterdurchschnittlicher Anstieg von plus 3,6 Prozent.

Ein besonders starker Anstieg der Arbeitslosigkeit wurde in der Bauwirtschaft (+8,8 Prozent) und im Gesundheits- und Sozialwesen (+10,7 Prozent) registriert. Der höchste Zuwachs wurde in der Leiharbeitsbranche mit plus 16,4 Prozent verzeichnet. In der Industrie (+2,4 Prozent) und im Handel (+3,8 Prozent) erhöhte sich die Arbeitslosigkeit unterdurchschnittlich, teilte das Sozialministerium am Freitag in einer Aussendung. Im Tourismus ging die Zahl der Arbeitslosen um 2,3 Prozent zurück.

Ältere Arbeitnehmer und Ausländer waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mai besonders betroffen. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg um 11,3 Prozent auf 49.556 Personen. Zum Vergleich: Arbeitslos gemeldet waren 181.521 Inländer (+2,6 Prozent). Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,6 Prozent auf 54.035. Der demografische Wandel und der längere Verbleib von Älteren am Arbeitsmarkt zeige sich in den Mai-Zahlen deutlich, betonte das Sozialministerium.




Schlagwörter

Österreich, Arbeitslosigkeit

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-06-01 10:02:28
Letzte Änderung am 2012-06-01 18:31:02


Beliebte Inhalte



  • Kostendruck für Leiterplattenhersteller war zu hoch, 109 Mitarbeiter betroffen.
  • weiter

Fekter will von der EU mehr Zeit für die Abwicklung der Hypo. - apa
  • Ministerrat beschließt gesetzliche Regeln für ein Banken-Frühwarnsystem.
  • weiter

  • FCC pocht angeblich auf neue Kredite und auf Haftungen der Republik.
  • weiter

Werbefigur der Firma Niemetz. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
  • Zwei Unternehmen im Rennen um Kauf.
  • weiter
  • Update vor 41 Min.

  • Mehr als 80 Prozent der Insolvenzen sind laut KSV 1870 selbst verschuldet.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Milliardenloch Banken: Wie viel die Steuerzahler noch nachwerfen müssen, ist offen. - fotolia
  • 4,8 Milliarden für Bankenhilfe könnten sich rasch um 2,5 Milliarden erhöhen.
  • weiter

Notenbank-Direktor Ittner: Seit 2002 erzielt Österreichs Volkswirtschaft Leistungsbilanzüberschüsse.
  • Leistungsbilanz für 2012 weist
  • 5,5 Milliarden Euro Überschuss aus.
  • weiter

Zumindest einer hat gut lachen, andere wiederum verstehen das Urteil gegen Flöttl weniger. - APAweb/HELMUT FOHRINGER
  • Elsner hält an Vorwürfen gegen Flöttl fest: "Raubzug auf das BAWAG-Geld".
  • weiter

  • In Europa besitzen fünf Firmen die Hälfte aller Patente auf Pflanzen.
  • weiter




Werbung



Die Akte Hypo - Bild: APAweb

Firmenmonitor






Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof

Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi" Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York.

Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen: 21. 5. 2013: Schwere Zeiten für Fans des glänzenden Metalls: Der Goldpreis erklimmt keine neuen Höhen mehr, das Interesse der Anleger ist merkbar gesunken.

Werbung