• vom 13.06.2012, 16:35 Uhr

Österreich

Update: 13.06.2012, 18:00 Uhr
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Netzwerken mit Maß und Ziel


Von Stefan Meisterle

  • Viele heimische Unternehmen stürzen sich planlos in die sozialen Netzwerke.

Soziales Netzwerken will gelernt sein.

Soziales Netzwerken will gelernt sein.Pixelio.de Soziales Netzwerken will gelernt sein.Pixelio.de

Wien. Bereits jedes zweite österreichische Unternehmen nutzt Facebook, Twitter, Youtube & Co. - aber nur die wenigsten wissen, wie und warum sie das tun. Beim Kick-Off-Event zur Überarbeitung der Social Media Guidelines der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) wurde der heimischen Wirtschaft in Sachen Web 2.0 ein schwaches Zeugnis ausgestellt. Denn vielen Unternehmen des Landes fehlt es beim Betreten und der Aktivität in sozialen Netzwerken an konkreten Zielsetzungen, Strategien und Richtlinien.

"Pleiten, Pech und Pannen sind an der Tagesordnung", befindet Dieter Rappold, Geschäftsführer der Social-Media-Agentur Vi Knallgrau. Obwohl die Beschäftigung mit sozialen Netzwerken unterschiedlichste Herausforderungen mit sich bringt, mit denen sich sowohl Geschäftsführung als auch Mitarbeiter beschäftigen müssen, würden sich viele Unternehmen unvorbereitet in die Welt des Web 2.0 stürzen. Gerade weil die Nutzung von sozialen Netzwerken die traditionellen unternehmerischen Organisationsformen vielfach in Frage stellt, etwa Hierarchien abflachen und Kommunikationsblockaden zwischen Abteilungen lösen helfen kann, bedarf es vor und während der Präsenz in der Web-Community einer umfassenden Planung.

Social Media Guidelines
Die WKO will insbesondere Klein- und Mittelunternehmen, die vielfach nicht über die erforderlichen Mittel verfügen, große Social-Media-Kampagnen zu lancieren, eine Hilfestellung anbieten. Daher bringt sie seit 2009 die Social Media Guidelines heraus, die inzwischen in der dritten Version vorliegen und unter Einbindung der Öffentlichkeit stetig weiterentwickelt werden.

"Unternehmen sollten Social Media nicht als Gefahr, sondern als Chance wahrnehmen", ist Gerhard Laga vom E-Center der WKO überzeugt. "Aber", so Laga, "es ist entscheidend, was man auf diesen Plattformen macht." Die Richtlinien stehen auch im Internet kostenlos zur Verfügung und wollen weniger konkrete Ziele und Aktivitäten vorgeben, sondern bei der Formulierung derselben - je nach den Ansprüchen und Möglichkeiten des Unternehmens - behilflich sein.

Kein "Durchtauchen"
Auf Grundlage dieses Leitfadens können sich KMU unter anderem darüber informieren, wie man den Status quo seines Unternehmens im Web 2.0 erhebt, warum sich vor dem Start in die soziale Online-Welt ein Trockentraining empfiehlt und weshalb klare Verhaltensrichtlinien für die eigenen Mitarbeiter unerlässlich sind.

Der Tatsache, dass in Österreich gerade einmal zehn Prozent der Unternehmen über Richtlinien für die Social-Media-Nutzung verfügen, will man mit diesen Tipps für die Praxis zu Leibe rücken. Denn ein "Durchtauchen" durch die Web-2.0-Welle ist nach Ansicht Lagas kaum vorstellbar: "Genauso wenig wie das Internet weggegangen ist, wird auch Social Media nicht weggehen", meint der WKO-Experte.



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Dokument erstellt am 2012-06-13 16:41:02
Letzte Änderung am 2012-06-13 18:00:18


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