Wien. (apa/sf) In der Industrie trüben sich die Konjunkturerwartungen ein. "Im Moment stehen wir gut da - die Zukunftsaussichten sehen schlechter aus", sagte Industriellenvereinigungs-Generalsekretär Christoph Neumayer bei der Präsentation des aktuellen Konjunkturbarometers. Im Vergleich zu den Daten vor drei Monaten ist das IV-Konjunkturbarometer - eine Mischung aus Gegenwartsbeurteilung und kurzfristigen Erwartungen - von 25,1 auf 16,7 Punkte gesunken.
Für das Gesamtwirtschaftswachstum in Österreich 2012 hält die Industrie aber an ihrer Prognose fest. Sie erwartet einen BIP-Anstieg von 0,5 bis 1,0 Prozent, "eher in der oberen Hälfte, näher an einem Prozent", präzisierte IV-Chefökonom Christian Helmenstein. "Im Moment wirkt der Konsum stärkend."
Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in der Eurozone bremsen die Dynamik. Grund dafür sei "die zunehmende Sorge über die institutionelle Stabilität der gemeinsamen Währung". Investitionen würden gehemmt. "Was momentan fehlt, ist Vertrauen."