Wien. Die Austrian Airlines erheben massive Kritik am Flughafen Wien: Personal der Flughafen Wien AG hat nach Angaben des Luftfahrtmagazins "Austrian Wings" eine Boeing 777 sowie eine Boeing 767 beschädigt und weitere Zwischenfälle verursacht. Ein AUA-Vorstand formulierte empört: "In meiner langjährigen Tätigkeit im Airline Management habe ich noch nie eine solche Kumulation von Vorfällen erlebt." Der Flughafen Wien bedauere die Vorfälle, berichtete Austrian Wings.
In der internen Mitteilung, die Austrian Wings vollständig vorliegt, hieß es weiter: "Diese Dimension ist weder Industriestandard, noch wird sie einem normalen Qualitätsanspruch gerecht. Es sind Fälle passiert, bei denen das beschädigte Flugzeug tagelang nicht mehr eingesetzt werden konnte.
Leistung für Millionenbeträge erwartet
Zu den Kosten für die rein technische Reparatur (Versicherung) kommen jeweils noch die Ertragsausfälle sowie die Kosten aus den betrieblichen Konsequenzen hinzu, die in den meisten Fällen ein Mehrfaches der eigentlichen Reparatur betragen." Man überweise "jährlich Millionenbeträge" an den Flughafen Wien, da müsse schon "eine andere Leistung abgeliefert werden".
Flughafen-Sprecher Peter Kleemann habe die Vorfälle laut Austrian Wings bestätigt und bedauert, hieß es in einer Aussendung am Samstag. Kleemann habe jedoch erklärt, dass diese keinesfalls auf Personalmangel und Kostendruck zurückzuführen seien. Im Gegenteil, in den betreffenden Airport-Bereichen sei das Personal sogar aufgestockt worden. "Die jüngsten Ereignisse sind sehr unangenehm, die Anzahl derartiger Vorfälle liegt aber bisher um 60 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, das ist einer der niedrigsten Stände aller Zeiten", so Klemann gegenüber dem Luftfahrtmagazin.