• vom 14.08.2012, 14:02 Uhr

Österreich

Update: 14.08.2012, 14:20 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (21)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Insolvenz

Beim Villacher VW-Seat-Händler Auto Schicho wackeln 65 Jobs


Von Kid Möchel

  • Nach Scheitern des Firmenverkaufs stellte Bank angeblich Kredit fällig – Auffanglösung geplant.

Villach/Paternion. Der Kärntner KFZ-Händler Auto Schicho GmbH, dessen Hauptgesellschafter die Häberle-Kremer-Automobil Holding GmbH ist, hat laut KSV1870 einen Insolvenzantrag bei Gericht eingebracht. 65 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.

"Das Unternehmen war seit Herbst 2011 nicht mehr in der Lage den Kapitaldienst mit der Hausbank, der Kärntner Sparkasse AG, zu befriedigen, nachdem ursprünglich Gesellschafterdarlehen bedient sowie der Muttergesellschaft finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden", heißt es im Insolvenzantrag. "Die Kärntner Sparkasse stimmte im Zuge der Sanierungs- und Verkaufsbemühungen einem Tilgungsmoratorium zu." In weiterer Folge kam es "zu Aufschüben von notwendigen Ersatzinvestitionen, da für diese die finanziellen Mittel nicht mehr ausreichten, worauf die Effizienz des Unternehmens Schaden nahm". Zugleich wurde der Gebrauchtwagenbestand nicht mehr zeitgerecht bereinigt, um potentielle Verluste zu verhindern, worauf es zu weiteren Mittelbindungen kam", heißt es weiter. Der Standort Villach arbeitet "noch auf Break Even", aber der Standort Paternion war jahrelang defizitär.

Laut Firmenangaben scheiterten die Verkaufsversuche und die Kärntner Sparkasse stellte am 2. August den Kontokorrentkredit fällig, heißt es im Antrag weiter.

Die Schulden
Die Verbindlichkeiten werden mit 5,127 Millionen Euro beziffert, davon entfallen 3,253 Millionen Euro auf Banken. Hauptgläubiger ist die Kärntner Sparkasse. Rund 581.000 Euro fordern 78 weitere Gläubiger.

Das Vermögen
Die Aktiva beziffert das Unternehmen mit 3,765 Millionen Euro, davon entfallen 2,65 Millionen Euro auf Liegenschaften und 527.000 Euro auf offene Forderungen. Die Liegenschaften und Forderungen sind an die Kärntner Sparkasse zediert, zugleich haben Lieferanten Eigentumsvorgehalte an Fahrzeugen und Ersatzteilen.

Asset Deal geplant
"Um den Unternehmensstandort und sohin Arbeitsplätze für die Region zu sichern, ist eine Übernahme der wesentlichen Unternehmensteile durch einen potenziellen Übernehmer geplant", weiß Barbara Wiesler-Hofer vom KSV1870. Der Asset Deal soll nach der Insolvenzeröffnung erfolgen.




Schlagwörter

Auto Schicho GmbH, Insolvenz

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-14 14:14:34
Letzte Änderung am 2012-08-14 14:20:08


Beliebte Inhalte



  • Investmentbanker Hemetsberger begleitet Verkaufsprozess als Berater.
  • weiter

Werbefigur der Firma Niemetz. - APAweb/GEORG HOCHMUTH Wien. Es ist entschieden: Die zum Meinl-Imperium gehörende Heidi Chocolat mit Sitz in Rumänien kauft den insolventen Wiener Schwedenbombenhersteller...weiter

  • FCC pocht angeblich auf neue Kredite und auf Haftungen der Republik.
  • weiter

  • Petschar: Aktionsmengen müssen für ausreichende Produktion fixiert werden.
  • weiter

Großen Vorsprung hat Luca di Montezemolos Privatbahn NTV: Ihr Italo (links) fährt seit April 2012 im Regelbetrieb. Der Frecciarossa 1000 soll Anfang 2015 loslegen. FS/epa
  • Italiens Eisenbahngesellschaften investieren Milliarden in Hochgeschwindigkeitszüge.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Milliardenloch Banken: Wie viel die Steuerzahler noch nachwerfen müssen, ist offen. - fotolia
  • 4,8 Milliarden für Bankenhilfe könnten sich rasch um 2,5 Milliarden erhöhen.
  • weiter

Notenbank-Direktor Ittner: Seit 2002 erzielt Österreichs Volkswirtschaft Leistungsbilanzüberschüsse.
  • Leistungsbilanz für 2012 weist
  • 5,5 Milliarden Euro Überschuss aus.
  • weiter

Hinhaltetaktik Österreich wartet mit dem Informationsaustausch auf die Schweiz - und die Schweiz wartet auf den Rest der Welt. - reu
  • Österreichs Forderungen sind legitim, zögern aber mögliche Verhandlungserfolge hinaus.
  • weiter

  • Kostendruck für Leiterplattenhersteller war zu hoch, 109 Mitarbeiter betroffen.
  • weiter




Werbung



Die Akte Hypo - Bild: APAweb

Firmenmonitor






Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Werbung