• vom 20.08.2012, 11:03 Uhr

Österreich

Update: 20.08.2012, 11:06 Uhr
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WKÖ warnt

Chinesische Scheinfirmen zocken heimische Unternehmen ab



  • Betrüger locken mit lukrativen Geschäften.

Tolle Erträge im boomenden China versprechen die Betrüger - nach Zahlung diverser Gebühren lösten sich die vermeintlich lukrativen Geschäfte in Nichts auf.

Tolle Erträge im boomenden China versprechen die Betrüger - nach Zahlung diverser Gebühren lösten sich die vermeintlich lukrativen Geschäfte in Nichts auf.APAweb / dapd / AP Tolle Erträge im boomenden China versprechen die Betrüger - nach Zahlung diverser Gebühren lösten sich die vermeintlich lukrativen Geschäfte in Nichts auf.APAweb / dapd / AP

Wien. Erst sieht es nach einem lukrativen Geschäft aus, am Ende bleiben heimische Unternehmer auf einem Berg von Kosten sitzen. Chinesische Scheinfirmen zocken mittelständische Unternehmen aus Deutschland und Österreich ab, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Montag. Korrupte Beamte in den Provinzverwaltungen deckten die Betrüger. Die deutsche Außenhandelskammer in Shanghai warnt seit Jahren vor den Tricks. Auch die österreichische Wirtschaftskammer in Peking schlägt Alarm und hat bereits eine Liste von Scheinfirmen veröffentlicht.

In letzter Zeit würden vermehrt österreichische Unternehmen von Scheinfirmen aus China kontaktiert, "wobei es auch immer wieder zu konkreten Schadensfällen kommt", warnte die WKÖ erst vorige Woche auf ihrer Homepage. Meist bekunden die Scheinfirmen per E-Mail eine Bestellungs- oder Kooperationsabsicht; in die Korrespondenz stecken sie "sehr viel Zeit und auch Detailarbeit" - bis hin zu technischen Skizzen. Das Angebot der österreichischen Firma wird ohne größere Nachverhandlungen angenommen.

Zur angeblichen Vertragsunterzeichnung wird die ausländische Firma dann nach China eingeladen, wo die Österreicher allerdings Kosten für Notare, Vertragsvorarbeiten und dergleichen übernehmen sollen. Oft sollen ausländische Unternehmer sogar Geldgeschenke für einen misslaunigen Beamten in der Verwaltung bezahlen, schreibt die "SZ". Die Gelder müssen auf ein privates Konto überwiesen werden. Von dort werden sie freilich sofort behoben, und die Chinesen haben plötzlich kein Interesse mehr an einer Geschäftspartnerschaft.




Schlagwörter

Österreich, China, Geschäfte

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-20 11:03:57
Letzte Änderung am 2012-08-20 11:06:38


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