Wien. (kle) Die Uniqa-Versicherung hält an ihrem Plan, 2013 einen zweiten Börsengang zu starten, fest. Damit soll zum einen frisches Kapital für Wachstumsvorhaben in Osteuropa eingesammelt und zum anderen der bisherige Mini-Streubesitz auf bis zu 49 Prozent vergrößert werden. In den nächsten Wochen will Uniqa-Chef Andreas Brandstetter nun die Investmentbanken auswählen, die die geplante Großemission begleiten sollen: "Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren."
Abhängig ist die Emission von der Großwetterlage an den Börsen. Sollte diese im kommenden Jahr schlecht sein, werde man das Projekt nach hinten verschieben. An den Börsenplänen selbst werde jedoch nicht gerüttelt, sagte Brandstetter am Rande der Halbjahrespressekonferenz zur "Wiener Zeitung". Um auf alle Fälle schon vorab frisches Geld für mögliche Akquisitionen und den Ausbau des Vertriebs zu haben, hat sich die Uniqa kürzlich über eine Kapitalerhöhung 500 Millionen geholt.
Im ersten Halbjahr konnte der Konzern den Vorsteuergewinn um 43,2 Prozent auf 106,5 Millionen Euro steigern. Die Prämieneinnahmen sanken hingegen um 2,4 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro.
Seit 2011 läuft ein Umbau des Konzerns - mit dem Ziel, das Unternehmen profitabler zu machen. Unter anderem werden im In- und Ausland bis zu 600 Jobs in der Verwaltung gekappt und alles, was nicht zum Kerngeschäft gehört, veräußert. Inzwischen sind die Hotels in der finalen Verkaufsphase, aber auch Beteiligungen wie die defizitäre Epamedia will die Uniqa abstoßen.