Wien. (kmö) Das aushaftende Volumen an Fremdwährungskrediten privater inländischer Haushalte geht weiter spürbar zurück. Das bestätigt Klaus Grubelnik, Sprecher der Finanzmarktaufsicht (FMA), der "Wiener Zeitung." Mit Ende Juni 2012 betrug das sogenannte FX-Kreditvolumen nur 35,6 Milliarden, das sind 3,7 Milliarden Euro oder 9,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum ersten Quartal 2012 machte der Rückgang 1,3 Milliarden Euro oder 3,7 Prozent aus.
Seit dem Stopp der Neuvergabe von Fremdwährungskrediten an Private im Herbst 2008 sind die Fremdwährungskredite sogar um zwölf Milliarden Euro beziehungsweise um mehr als ein Viertel gesunken.
Insgesamt fiel der Fremdwährungsanteil privater Haushalte an den gesamten Krediten auf 27 Prozent, das ist der tiefste Wert seit acht Jahren. Das Gros der Kredite in fremden Währungen, nämlich 93,2 Prozent, entfällt auf den Schweizer Franken, der Rest beinahe auf den japanischen Yen.
"Dieser nachhaltige und verstärkte Rückgang des aushaftenden Volumens an Fremdwährungskrediten zeigt, dass die Maßnahmen der FMA zur Risikobegrenzung greifen und zunehmend Schweizer-Franken-Kredite in Euro-Kredite konvertiert werden", erklären die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Kurt Pribil. "Dazu trägt sicher auch bei, dass die Schweizer Nationalbank den Wechselkurs des Schweizer Franken zum Euro trotz massiven Aufwertungsdrucks bei einem Kurs von 1,20 verteidigt."
Bis zur Intervention der Schweizer Nationalbank hatte sich der Franken gegenüber dem Euro bereits um 37,5 Prozent aufgewertet.