• vom 05.09.2012, 17:41 Uhr

Österreich

Update: 05.09.2012, 18:18 Uhr
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Minderheitsgesellschafter will Anteil an Luxury, please Media Group GmbH verschenken

Nobel-Messeveranstalter "Luxury, please" ist pleite


Von Kid Möchel

  • Konkurs mangels Vermögens abgewiesen - Gesellschaft ist bankrott.

Schnelle Schlitten und andere Luxusgüter wurden auf der Nobelmesse zur Schau gestellt.

Schnelle Schlitten und andere Luxusgüter wurden auf der Nobelmesse zur Schau gestellt.© APA/HERBERT PFARRHOFER Schnelle Schlitten und andere Luxusgüter wurden auf der Nobelmesse zur Schau gestellt.© APA/HERBERT PFARRHOFER

Wien. "Save the date. Die nächste Luxusmesse findet am 23. bis 25. November 2012 in der Hofburg statt. Nähere Informationen in Kürze", heißt es auf der Homepage www.stadt-wien.at.. Doch die Nobelmesse für protzige Autos, dicke Klunker und sündhaft teure Accessoires dürfte, wenn überhaupt, zumindest nicht mehr von der "Luxury, please Media Group GmbH um Geschäftsführer Otto Legerer veranstaltet werden. Denn in der Ediktsdatei des Justizministeriums findet sich unter Konkurseröffnungsverfahren (Aktenzahl 2 Se 209/12s) folgender Eintrag zu dieser Luxusgesellschaft: "Das Insolvenzverfahren wird mangels Kostendeckung nicht eröffnet. Der Schuldner ist zahlungsunfähig." Der Konkursantrag stammt von einem Gläubiger, und die Begründung "mangels Kostendeckung" bedeutet, dass nicht einmal 4000 Euro bei der maroden Gesellschaft vorhanden sind, um die Kosten der Konkurseröffnung abzudecken.

75 Prozent an der bankrotten Firma hält laut Firmencompass compnet.at die Sinon Invest Holding GmbH von Legerer, der Rest gehört der namhaften steirischen Event-Agentur Koop Live-Marketing Co. KG um Robert Kals.

"Wir sind dort seit drei Jahren beteiligt, meines Wissens gibt es die Messe nicht mehr", sagt Kals zur "Wiener Zeitung". "Wir machen die Messe sicher nicht mehr, ob sie Herr Legerer als Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer macht, entzieht sich meinem Wissen." Nachsatz: "Mit einer zahlungsunfähigen Firma wird es nicht gehen. Wir wollen die Beteiligung los werden, ich würde sie ihm schenken." Die Homepage www.luxuryplease.com war am Mittwoch offline. Laut Bilanzauszug 2010 betrugen die Schulden damals 1,1 Millionen Euro, der Verlustvortrag 778.000 Euro. Auch dem früher gar nicht medienscheuen Luxusmesse-Erfinder Gerhard Krispl, der Legerer und Kals laut Medienberichten 2009 als Partner und Gesellschafter an Bord geholt hatte, dürfte es mittlerweile die Rede verschlagen haben. Krispl sagte am Telefon hörbar genervt: "Da bin ich der falsche Ansprechpartner, damit ist das für mich beendet."

Indes versuchte die "Wiener Zeitung" Otto Legerer telefonisch zu erreichen. Einer seiner Mitarbeiter teilte nur mit, dass Legerer irgendwo in Wien unterwegs sei. Ein Rückrufersuchen blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Laut Firmencompass ist Legerer auch Geschäftsführer des Nostalgie-Eisenbahnbetreibers Majestic Imperator-Train de Luxe Waggon Charter GmbH, der Anfang Juli 2012 ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragte. In Kürze findet die Prüfungstagsatzung statt. Und Lederer ist laut Firmenregister auch Geschäftsführer der Prestige Parking Services GmbH, die im Juni 2009 pleite ging. In dem Verfahren findet am 26. September 2012 die Schlussrechnungstagsatzung statt.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-05 18:08:10
Letzte Änderung am 2012-09-05 18:18:09


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