• vom 12.09.2012, 14:09 Uhr

Österreich

Update: 12.09.2012, 14:14 Uhr
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Sanierungsverfahren

Metall-Recyclingfirma Alumelt ist insolvent


Von Kid Möchel

  • Behördliche Betriebsschließungen wegen Emissionsproblemen führten in die Pleite.

Eisenerz. Bei der Alumelt GmbH in Eisenerz, ein Startup-Unternehmen, wackeln 34 Arbeitsplätze. Das Unternehmen, das auf die Umschmelzung von Metallen und Sekundäraluminium spezialisiert ist, hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das bestätigen die Gläubigerschutzverbände AKV, Creditreform und KSV1870 der "Wiener Zeitung". Der Betrieb soll laut KSV1870 fortgeführt werden, den Gläubigern winken 20 Prozent Quote.

Große Probleme
"Aufgrund von Nachbarschaftsbeschwerden kam es heuer mehrmals zu Betriebsschließungen", heißt es im Insolvenzantrag aus der Feder der Grazer Sanierungsanwaltskanzlei ScherbaumSeebacher. Diese verwaltungsrechtlichen Bescheide wurden bekämpft und angeblich ausnahmslos aufgehoben. "Dennoch sorgten diese Schließungen für einen Umsatzentgang in Höhe von fünf Millionen Euro", heißt es darin weiter. Dazu kam, dass "die Entwicklungen am Metall- und Schrottmarkt und der Dollar-Euro-Kurs zu einer Verringerung der Gewinnspanne führten. "Die notwendigen Mittel zur Erfüllung der Sanierungsplanquote werden durch offene Forderungen, aus dem Unternehmensfortbetrieb sowie in Fortsetzung der Investorensuche von dritte Seite aufgebracht werden", wird im Antrag angekündigt.

Laut Firmencompass (www.compnet.at) hält derzeit Alu König Stahl 50 Prozent der Gesellschaftsanteile an Alumelt, weitere 31 Prozent Alumelt-Geschäftsführer Helmut Wulz und 19 Prozent die Tschinkel Maschinen- und Anlagenbau GmbH.

Die Schulden
Die Passiva beziffert das Unternehmen laut AKV mit einem Buchwert bzw. Liquidationswert in Höhe von 13,31 Millionen Euro, davon entfallen 3,31 Millionen Euro auf die Linzer Raiffeisen Impuls Leasing, Vermieter der Betriebsliegenschaft, 2,8 Millionen Euro auf einen ERP-Investitionskredit bei der Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) und 2,2 Millionen Euro auf einen Kontokorrentkredit bei der BKS; mit weiteren 1,958 Millionen Euro steht Alumelt bei der "Raiba Oberösterreich", gemeint ist die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, in der Kreide. Dazu kommen noch Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von 1,71 Millionen Euro und 500.000 Euro Entsorgungskosten.

Das Vermögen
Die Aktiva haben laut Creditreform einen Buchwert von 6,919 Millionen Euro, aber nur einen Liquidationswert von 3,737 Millionen Euro. Denn die Drehtrommelöfen (Wert: 2,1 Millionen Euro) sind mit einem Eigentumsvorbehalt (420.000 Euro) der BKS belastet, die sonstigen Anlagen (Wert: 2,6 Millionen Euro) mit 520.000 Euro Pfandrechten des AWS. Auch die offenen Kundenforderungen (236.000 Euro) sind an die BKS zediert.




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Insolvenzen

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-12 14:12:46
Letzte Änderung am 2012-09-12 14:14:35


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