London. Die Ratingagentur Moody's hat das Triple-A Rating von Österreich mit negativem Ausblick bestätigt. Das teilte Moody's am späten Freitagabend in einer Aussendung mit. Als Grund für eine im Juli erfolgte Überprüfung gaben die Analysten die "wachsende Unsicherheit" über den Ausgang der Euro-Staatsschuldenkrise an.
Das Österreich-Rating sei unter anderem überprüft worden, um festzustellen, ob das steigende Risiko eines griechischen Ausstiegs aus dem Euro mit all seinen Implikationen ein Downgrading von der höchstmöglichen Bewertung rechtfertigen würde.
Die Agentur kam zu dem Schluss, dass die Wirtschaft des Landes diversifiziert und wettbewerbsfähig bleibt, und trotz seiner geringen Größe mit einem starken Wachstum im Vergleich zu anderen europäischen Volkswirtschaften aufwarten kann. Österreich Arbeitslosenquote ist die niedrigste in der Europäischen Union, hielt Moody's fest.
Faymann erfreut
Bundeskanzler Werner Faymann (SP) hat am Samstag die Entscheidung begrüßt. "In Österreichs Staatsanleihen hat man weltweit Vertrauen. Damit erweist sich ein weiteres Mal, dass die Politik die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen hat. Es war wesentlich, in der Politik auf zwei Säulen zu setzen - Haushaltskonsolidierung und Investitionen", meinte Faymann in einer Aussendung.
"Es wird mit dieser positiven Benotung ein weiteres Mal klar, wie wichtig die Stabilisierung der Eurozone gerade für ein Land wie Österreich ist. Alle gemeinsamen Schritte, die wir in der Eurozone setzen, tragen auch dazu bei, die hervorragende Stellung Österreichs abzusichern", betonte der Bundeskanzler.
Auch Finanzministerin Maria Fekter (VP) war efreut. Sie sah in einer Aussendung eine Bestätigung des von der Regierung eingeschlagenen Reformkurses. Der negative Ausblick sei durch externe Umstände in der Eurozone begründet, betonte Fekter.