• vom 25.09.2012, 18:16 Uhr

Österreich

Update: 25.09.2012, 20:44 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Unternehmer sehen der Zukunft optimistisch entgegen



  • Zwei Drittel der Unternehmer erwarten 2013 steigende Umsätze.

Wien. Österreichs Klein- und Mittelbetriebe - davon gibt es mehr als 300.000, das sind 99,7 Prozent aller Unternehmen Österreichs, die für 63 Prozent der Umsätze und 67 Prozent der Beschäftigten verantwortlich sind - sehen sich für die Zukunft gut gerüstet. Zwei Drittel erwarten in den kommenden Jahren steigende Umsätze, mehr Kunden und auch höhere Gewinne. Die Hälfte der KMU ist der Ansicht, dass es ihnen wirtschaftlich besser geht und gehen wird als dem Rest der Branche. In den kommenden drei bis fünf Jahren wollen sie vorwiegend in die Modernisierung des Betriebes, in Kooperationen und die Aufstockung von Mitarbeitern investieren, so das Ergebnis einer aktuellen Imas-Studie.

Befragt nach ihren Investitionsplänen steht an erster Stelle die Abdeckung der laufenden Kosten, gefolgt von Investitionen in die Kundengewinnung und in Modernisierungen. Danach erst folgen Rationalisierungsmaßnahmen sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Im Vergleich zu den Umfrageergebnissen aus dem Vorjahr wollen die Unternehmen diesmal mehr Augenmerk auf Modernisierungen und Rationalisierungen legen - vor allem kleinere KMU mit Umsätzen bis 5 Millionen Euro, während größere mehr Wert auf die Kundengewinnung legen. 36 Prozent gaben an, im laufenden Jahr zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen zu haben.

Nur rund ein Viertel der Betriebe will ihren künftigen Finanzierungsbedarf über einen Bankkredit abdecken, das sind um 2 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Bei größeren Betrieben sind es 32 Prozent. Je nach Unternehmensgröße und Geschäftsmodell variiert der Kreditbedarf. Für 49 Prozent der KMU liegt er unter 500.000 Euro, für 45 Prozent darüber. Das Geld würden die Manager in erster Linie zur Modernisierung ihrer Betriebe (66 Prozent) einsetzen. Erst mit deutlichem Abstand folgt die Kundengewinnung (16 Prozent). Stärker als im Vorjahr wird auch über Rationalisierungsmaßnahmen nachgedacht. Selbst die Eigenmittel stärken kommt für 45 Prozent in Frage.

Von ihrer Hausbank erwarten sich die Betriebsleiter vor allem Sicherheit für ihre Einlagen (68 Prozent), eine rasche und unbürokratische Abwicklung (64 Prozent) sowie gute Konditionen und Kreditzinsen (63 Prozent). Für 61 Prozent der Befragten ist auch die Möglichkeit, ihre Bankgeschäfte online über das Internet abwickeln zu können, von großer Bedeutung.

Unzufriedenheit mit
den Bankkonditionen
Konkret mit der Erste Bank, die die Studie in Auftrag gab, zeigen sich die Befragten vor allem in Bezug auf Freundlichkeit und den angebotenen Online-Lösungen zufrieden. Am wenigsten zufrieden sind sie dagegen mit den angebotenen Konditionen und Kreditzinsen. Firmen- und Privatkundenvorstand Peter Bosek kann dies nachvollziehen: "Es stimmt, die Kreditinstitute sind in den letzten zwei Jahren teurer geworden." Er führt dies auf die strengeren Eigenkapitalregimes zurück. "Die Banken sind gezwungen, Eigenkapital aufzubauen, das verlangt höhere Margen", so Bosek. Im Schnitt liege derzeit ein Firmenkredit 200 Basispunkte über dem Euribor, vor vier Jahren seien dies nur 125 Basispunkte gewesen.




Schlagwörter

Erste Bank, Imas, Studie, KMU

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-25 18:23:02
Letzte Änderung am 2012-09-25 20:44:02


Beliebte Inhalte



Werbefigur der Firma Niemetz. - APAweb/GEORG HOCHMUTH Wien. Es ist entschieden: Die zum Meinl-Imperium gehörende Heidi Chocolat mit Sitz in Rumänien kauft den insolventen Wiener Schwedenbombenhersteller...weiter

  • Investmentbanker Hemetsberger begleitet Verkaufsprozess als Berater.
  • weiter

  • Petschar: Aktionsmengen müssen für ausreichende Produktion fixiert werden.
  • weiter

Großen Vorsprung hat Luca di Montezemolos Privatbahn NTV: Ihr Italo (links) fährt seit April 2012 im Regelbetrieb. Der Frecciarossa 1000 soll Anfang 2015 loslegen. FS/epa
  • Italiens Eisenbahngesellschaften investieren Milliarden in Hochgeschwindigkeitszüge.
  • weiter

  • FCC pocht angeblich auf neue Kredite und auf Haftungen der Republik.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Milliardenloch Banken: Wie viel die Steuerzahler noch nachwerfen müssen, ist offen. - fotolia
  • 4,8 Milliarden für Bankenhilfe könnten sich rasch um 2,5 Milliarden erhöhen.
  • weiter

Notenbank-Direktor Ittner: Seit 2002 erzielt Österreichs Volkswirtschaft Leistungsbilanzüberschüsse.
  • Leistungsbilanz für 2012 weist
  • 5,5 Milliarden Euro Überschuss aus.
  • weiter

Der Verkauf ist gescheitert, nun bleibt die Kommunalkredit beim Staat. - APAweb/HANS KLAUS TECHT
  • Privatisierungsprozess wurde nicht abgeschlossen, die Preise waren zu schlecht.
  • Jetzt hofft die Republik, dass Brüssel keinen Zwangsverkäufer schickt.
  • weiter

Zumindest einer hat gut lachen, andere wiederum verstehen das Urteil gegen Flöttl weniger. - APAweb/HELMUT FOHRINGER
  • Elsner hält an Vorwürfen gegen Flöttl fest: "Raubzug auf das BAWAG-Geld".
  • weiter




Werbung



Die Akte Hypo - Bild: APAweb

Firmenmonitor






Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Werbung