• vom 26.09.2012, 10:23 Uhr

Österreich

Update: 26.09.2012, 19:06 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (46)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Insolvenz

"Pierre Lang" benötigt zehn Millionen Euro


Von Kid Möchel

  • Eigentümer der insolventen Schmuckfirma verhandelt mit Investoren.

Wien. Wien. Die Sanierung der insolventen Wiener Modeschmuck-Gruppe "Pierre Lang" (280 Mitarbeiter, 45 Millionen Euro Schulden) wird ein harter Brocken. Denn alleine für die Erfüllung der angebotenen Sanierungspläne der drei maroden Gesellschaften ("Pierre Lang" Europe HandelsgmbH, Hans Andersen GmbH, Andersen Holding GmbH) mit einer Gläubigerquote von 20 Prozent müssen samt den Verfahrenskosten 9,68 Millionen Euro aufgebracht werden.

"Bei der Holding kann die Sanierungsquote sicherlich nur durch einen Investor aufgebracht werden", sagt Pierre-Lang-Sanierungsanwältin Ulla Reisch zur "Wiener Zeitung". Im Fall der Holding geht es um 2,9 Millionen Euro. Die beiden operativen Töchter sollen das nötige Kapital für die Gläubiger aus dem Fortbetrieb erwirtschaften, wie aus der Planung hervorgeht.

Laut AKV, Creditreform und KSV1870 hat der Modeschmuckerzeuger "Pierre Lang", der über 6000 Berater seinen Schmuck vertreibt, insgesamt 45,07 Millionen Euro Schulden, das freie Vermögen beträgt lediglich 9,25 Millionen Euro.

Laut Aktenlage ist die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien einer der Hauptgläubiger der Gruppe, der die Kredite fällig stellte. Die RLB hat fünf Pfandrechte auf den drei Betriebsliegenschaften in Wien- Liesing in Höhe von insgesamt rund 20 Millionen Euro und auch die Marke "Pierre Lang" ist an die Bank verpfändet. Mit der Bank wird es in Sachen Sanierung noch weitere Verhandlungen geben müssen. "Es gibt Investoren, da muss aber der Eigentümer seinen Beitrag leisten und seine Anteile verkaufen, um in der Holding frisches Geld zu lukrieren", sagt Reisch. "Der Eigentümer verhandelt das selber." "Pierre Lang" gehört dem deutschen Direktvertriebsunternehmer Helmut Spikker. Offen ist laut Reisch auch, ob Mitarbeiter abgebaut und Teilbetriebe geschlossen werden.




Schlagwörter

Insolvenz

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-26 10:25:33
Letzte Änderung am 2012-09-26 19:06:35


Beliebte Inhalte



An der Existenz des Bauriesen hängen Tausende Jobs. Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). - APAweb/BARBARA GINDL
  • Geschäftsführung strebt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an
  • weiter

Die am Mittwoch angemeldete Insolvenz des Bauriesen Alpine ist eine der größten Pleiten der Zweiten Republik und könnte vom Volumen der Verbindlichkeiten her alles bisher Dagewesene übertreffen. - APAweb/dpa/dpaweb
  • 6.483 Dienstnehmer und 8.000 Gläubiger betroffen.
  • Erste Gläubigerversammlung findet am 4. Juli statt.
  • weiter
  • 1
  • Update vor 19 Min.

  • EU-Beitritt am 1. Juli trifft Kroatien in der Rezession - Geldgeber gesucht.
  • weiter

Der Alpine-Konzern kämpft erneut ums Überleben. - apa/Gindl
  • Bedingung: Neue Kapitalspritze durch FCC und Beteiligung der Anleihegläubiger.
  • weiter

Der letzte Auftritt: EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure (l.) und OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek am Montag, 22. April 2013, anl. der Vorstellung des neuen 5-Euro-Scheines in der Nationalbank in Wien. - APA/HERBERT NEUBAUER
  • Anwälte Duchatczeks: Suspendierung durch Notenbankgesetz nicht gedeckt.
  • weiter

  • Von der Gläubiger-Verantwortung und der Schuld der Kreditnehmer. Ein Essay.
  • weiter

Die OECD sieht einen ökonomische Mehrwert der Migration. - © ThorstenSchmitt - Fotolia.com
  • EU-Kommission: Europa soll für qualifizierte Arbeiter attraktiver werden.
  • weiter

An der Existenz des Bauriesen hängen Tausende Jobs. Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). - APAweb/BARBARA GINDL
  • Geschäftsführung strebt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an
  • weiter

Gekommen, um wieder zu gehen: Gottwald Kranebitter will Hypo Alpe Adria verlassen. - apa/Techt
  • Fimbag soll aufgewertet werden und "Bad Bank" steuern.
  • ÖVP will Fekter nicht mehr in nächster Regierung haben - Hoffen auf Brüssel.
  • weiter

Die Österreicher halten sich beim Neuwagenkauf zurück. - APAweb / APA, Barbara Gindl
  • Mehr Motorräder zugelassen.
  • weiter




Werbung



Die Akte Hypo - Bild: APAweb

Firmenmonitor






Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

19.6.2013: Ein Turopolje-Schwein schwimmt in einem Teich im Tierpark in Schleswig-Holstein. Die robusten Schweine stammen ursprünglich aus den Flussniederungen der Save in Kroatien. Die Turopolje sind ausgezeichnete Schwimmer, die sich bei Überschwemmungen die Nahrung auch unter Wasser suchen und sogar nach Muscheln tauchen. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung