Wien. Die Verhandlungen über den Kollektivvertrag 2013 der Maschinen- und Metallwarenindustrie ziehen sich in der zweiten Verhandlungsrunde dahin. Streitpunkt sei das Thema Arbeitszeit, über eine Lohnhöhe soll noch nicht gesprochen worden sein, hieß es zur APA aus Verhandlungskreisen. Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Lohn, die Industrie wiederum will nicht nur über die Lohnhöhe, sondern auch die "Rahmenbedingungen" reden.
Streitpunkt Arbeitszeitflexibilisierung
Längere Durchrechnungszeiten für Überstunden bringen laut Arbeitgebern den Firmen die nötige Flexibilität, um auf Auftragsspitzen oder -einbrüche reagieren zu können. Für die Arbeitnehmervertreter sind sie hingegen der Versuch der Industrie, die Überstundenzuschläge zu reduzieren.
Zuletzt wurde im Jahr 2009 heftig über eine Arbeitszeitflexibilisierung gestritten. Um doch noch zu einem KV-Abschluss zu kommen, wurde das Thema an einen Arbeitskreis ausgelagert - wo es dann versandete. 2010 gingen die Arbeitnehmer mit der Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich in die Kollektivvertragsverhandlungen, ließen das Thema aber im Zuge der Gespräche rasch fallen. 2011 wurde die Arbeitszeit nur kurz gestreift, Änderungen wurden keine ausverhandelt.