Graz. (kmö) Die Liquidation des insolventen deutschen Versandkonzerns Neckermann, Mutter von Neckermann Österreich, wirbelt viel Staub auf. Wie berichtet, verhandelt der Grazer Insolvenzverwalter Norbert Scherbaum mit Interessenten über eine Übernahme des Österreich-Ablegers. Die Nachricht über die Abwicklung des Mutterkonzerns ist da nicht wirklich hilfreich. "Die Liquidation hat aber so gut wie keine Auswirkungen auf Neckermann Österreich, weil sich Österreich mit Eröffnung des Sanierungsverfahrens Ende Juli finanziell losgelöst hat, und auch operativ wurden weitere Schritte gesetzt", sagt Neckermann-Österreich-Vorstandchef Thorsten van der Velten zur "Wiener Zeitung".
"Wir haben in den vergangenen acht Wochen mit nahezu allen Lieferanten gute Lösungen verhandeln können. Ich mache mir auch keine Sorgen um die Mitarbeiter, aber Sorgen um unsere Kunden, die vielleicht nicht genau lesen." Er sei überzeugt, dass Neckermann Österreich eigenständig überleben könnte. Van der Velten: "Ich bin hoffnungsvoll, dass die Verhandlungen mit zumindest einem Interessenten bis zum Stichtag am 22. Oktober erfolgreich abgeschlossen werden können."