Wien. (kle) Ab sofort ist heimischen Versicherern das Begeben bzw. Verkaufen sogenannter Credit Default Swaps (CDS) verboten. Das hat die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA), wie sie am Mittwoch bekanntgab, in einem Rundschreiben an alle in Österreich tätigen Versicherungsunternehmen klargestellt. Bei CDS - vereinfachend wird von Kreditausfallversicherungen gesprochen - handelt es sich um hochriskante Finanzprodukte, durch die in der Krise vor allem europäische Banken ins Schleudern gekommen waren.
Anlass für das jetzige Verbot war, dass sich in der österreichischen Versicherungsbranche "vereinzelt kleinere Positionen" von CDS gefunden hätten, wie FMA-Sprecher Klaus Grubelnik auf Anfrage der "Wiener Zeitung" erklärte. "Damit das nicht grassiert und in der Folge größere Volumina erreicht, haben wir präventiv einen Riegel vorgeschoben."
Laut FMA repräsentieren CDS als Finanzprodukte "keine versicherungseigentümlichen Geschäfte": Mit dem Verbot solcher versicherungsfremden Geschäfte "soll verhindert werden, dass Versicherungsunternehmen abseits ihres Versicherungsgeschäftes und der dafür vorgesehenen Schutzvorschriften Risiken eingehen, die ihr Geschäftsergebnis und dadurch auch die Interessen der Versicherten beeinträchtigen oder gefährden können".