Wien/Hongkong/Trier. Der Mobilfunkbetreiber Hutchison 3G muss für die geplante Übernahme seines Konkurrenten Orange Austria der EU-Kommission entgegenkommen.
Bedenken erneuert
EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia erneuerte am Donnerstag seine Bedenken gegen die geplante Fusion, mit der die Zahl der Mobilfunkunternehmen in Österreich von bisher vier auf drei sinken würde. Die Gegenleistungen müssten struktureller Art sein, sagte Almunia mit Blick auf Hutchison. Als Beispiel nannte der Kommissar den Verkauf von Frequenzen.
Das in Hongkong ansässige Unternehmen Hutchison versucht schon länger, die EU von seinem Plan zu überzeugen. Kartellwächter befürchten durch die Übernahme von Orange Austria von der France Telecom höhere Preise auf dem heiß umkämpften Markt.
"3" kommentiert Forderung aus Brüssel nicht
Der Mobilfunkbetreiber Hutchison 3G will die Forderung des EU-Wettbewerbskommissars Joaquin Almunia nach Gegenleistungen struktureller Art beim Kauf des Konkurrenten Orange Austria von der France Telecom nicht kommentieren. "Wir sagen dazu nichts", sagte eine "3"-Sprecherin am Freitag auf APA-Anfrage. Auch, ob der von Almunia als Beispiel genannte Verkauf von Frequenzen für "3" infrage käme, um den Merger durchzubringen, wollte sie nicht sagen.
Der in Hongkong ansässige Mobilfunkkonzern Hutchison versucht bereits seit längerem, die EU-Kartellwächter von der geplanten 1,3 Mrd. Euro schweren Übernahme zu überzeugen. Die Wettbewerbshüter fürchten höhere Preise, da es dann in Österreich nur mehr drei statt vier Mobilfunkanbieter gäbe.
Hutchison hat bereits angeboten, sein "3"-Mobilfunknetz für virtuelle Anbieter zu öffnen - Anfang Oktober wurde ein entsprechender Deal mit dem Internetanbieter UPC unterzeichnet. Bedingung: Die Orange-Übernahme muss durchgehen.