Wien. (sf) Heute, Mittwoch, gehen die Kollektivvertrags-Verhandlungen für die rund 530.000 Beschäftigten im Einzelhandel in die zweite Runde. Beim ersten Termin vergangenen Mittwoch einigten sich die Verhandler lediglich darauf, dass die Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate in Höhe von 2,65 Prozent die Basis für die Verhandlungen darstellt.
Die Umsätze im österreichischen Einzelhandel stagnieren seit Jahren - Wachstum gibt es nur mehr mit der Inflation, heißt es vom Standortberater Regioplan. Dafür verantwortlich seien die kaum gestiegenen Reallöhne. "Spürt der Konsument, dass ihm weniger Geld für den Konsum übrig bleibt, dann neigt er dazu, weniger auszugeben oder das Geld für Dinge aufzuwenden, die aus seiner Sicht mehr Sinn machen", sagt Standortberater Michael Oberweger. Dazu zählen Urlaube, Wellness oder Bildung. Auch die gestiegenen Fixkosten für Wohnen, Energie und Sprit seien für die Stagnation im Einzelhandel verantwortlich. Für 2012 rechnet Regioplan mit einem Umsatzplus im Einzelhandel von nominell 2,5 Prozent, was inflationsbereinigt voraussichtlich wieder eine Stagnation bedeuten wird.