Wien/Klagenfurt. Die 2009 notverstaatlichte Kärntner Hypo Alpe Adria braucht dringend weitere Mittel, um eine 1,5 Milliarden große Kapitallücke zu schließen. Für die Steuerzahler heißt das, dass der Staat weiteres Kapital für die Sanierung der maroden Bank in die Hand nehmen muss.
Laut Finanzkreisen soll die Bank von der Republik bis Ende des Jahres eine weitere Kapitalspritze sowie Garantien für eine milliardenschwere spezielle Anleihe erhalten. Das berichtete Reuters am Freitag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen.
"Das Volumen der Anleihe könnte rund eine Milliarde Euro sein", sagte einer der Insider. Das staatlich garantierte Papier solle noch im November platziert werden und müsse unter bestimmten Bedingungen automatisch in Eigenkapital umwandelbar sein, um von den Aufsehern als Kernkapital anerkannt zu werden.
Zudem sei eine Eigenkapitalspritze geplant, die mit bis zu 500 Millionen Euro höher ausfallen könnte als die vom Finanzministerium veranschlagten 300 Millionen. Wie hoch die Kapitalspritze ausfällt, dürfte auch davon abhängen, welchen Eigenbeitrag die Bank selbst - etwa über den Abbau von Risiken - zu ihrer Sanierung leisten kann. Wegen der Sanierung der Staatsbanken musste der Bund das Erreichen seiner Defizitziele verschieben.