• vom 11.12.2014, 17:54 Uhr

Österreich


Energie

EVN tief unter Wasser




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  • Massive Abschreibungen bescherten Versorger Jahresverlust von fast 300 Millionen Euro.



Wien. (kle) Beim niederösterreichischen Energieversorger EVN haben hohe Abschreibungen tiefe Löcher in die Bilanz gerissen. Unter dem Strich fiel im Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende September) ein Verlust von 299 Millionen Euro an, wie der börsenotierte Konzern am Donnerstag mitteilte. Dass es ein Minus in dieser Höhe geben würde, hatte die EVN bereits Anfang Juli im Zuge einer Gewinnwarnung angekündigt.

Trotz der roten Zahlen soll jedoch erneut eine Dividende von 42 Cent je Aktie gezahlt werden. Dies ist möglich, weil die Sondereffekte, die den Verlust herbeiführten, überwiegend nicht zahlungswirksam waren. EVN-Mehrheitsaktionär ist das Land Niederösterreich (51 Prozent), die Energie Baden-Württemberg hält 32,5 Prozent der Anteile, 15,5 Prozent sind in Streubesitz, und ein Prozent hält die EVN selbst.


In Summe beliefen sich die Abschreibungen 2013/14 auf 269,5 Millionen Euro. Sie mussten unter anderem bei Firmenwerten in Bulgarien und Mazedonien und bei einem Kraftwerk in Ljuberzy (Moskau) vorgenommen werden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 rechnet die EVN wieder mit einem Gewinn, der über dem Niveau des Normaljahres 2012/13 liegen soll. Wesentlich beeinflusst werden könnte das Ergebnis aber durch Forderungen aus Tarifentscheidungen in Bulgarien sowie im Zusammenhang mit dem deutschen Kraftwerk Duisburg-Walsum und dem Fortgang der Aktivitäten in Moskau, wie es im Ausblick hieß. In Niederösterreich will der Konzern indes in den kommenden vier Jahren eine Milliarde Euro investieren - vor allem in Netze, den Ausbau erneuerbarer Energien und in die Wasserversorgung.




Schlagwörter

Energie, EVN, Bilanz

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Dokument erstellt am 2014-12-11 17:59:07



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