• vom 18.02.2016, 18:09 Uhr

Österreich

Update: 22.02.2016, 18:56 Uhr

Arbeit

Digitale Strategie für Österreich




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Von Marina Delcheva

  • Regierung stellt digitale Strategie für Innovationsstandort vor. Zunehmende Digitalisierung bringt eine Reihe von Chancen und Herausforderungen.



Wien. Kleine Roboter schwirren durch die etwa 500 Quadratmeter große Betriebshalle. In einer Ecke druckt ein 3D-Drucker kleine Ersatzteile aus Hartplastik. Die einzigen Arbeiter aus Fleisch und Blut sind hier Forscher und Wissenschaftler, die Codes in die Produktionscomputer tippen und über Tablets die Betriebsanlagen bedienen.

So soll sie aussehen, die Arbeitswelt der nicht mehr allzu fernen Zukunft. Im August vergangenen Jahres hat die erste Pilotfabrik Industrie 4.0 Österreichs in Wien Aspern eröffnet. Entwickelt wurde das Prestigeprojekt auf Initiative des Infrastrukturministeriums und der Stadt Wien von der Technischen Universität Wien. Auch 20 Industrieunternehmen - darunter Bosch, SAP und Siemens - beteiligen sich daran. Das Ziel: Die Unternehmen sollen sich auf die Zukunft der Industrieproduktion einstellen; auf durchgängige Digitalisierung und Vernetzung von Werkzeugmaschinen, Robotern und Produkten über das Internet. Drei weitere Pilotfabriken sind geplant und sollen Österreich, so hofft man, einen Standortvorteil verschaffen.

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Mitten im Wandel
"Die Digitalisierung wird passieren. Es muss uns gelingen, den digitalen Wandel als Chance zu nutzen und proaktiv zu gestalten", sagt Isabella Meran-Waldstein von der Industriellenvereinigung. Der digitale Wandel bringe einen großen Umbruch für den produzierenden Sektor, in dem in Österreich aktuell 2,5 Millionen Menschen beschäftigt sind.

Der Wirtschaftsprüfer Pricewaterhouse Coopers rechnet mir einer Effizienzsteigerung von 3,7 Prozent und einer Kostenreduktion von 2,6 Prozent für heimische Betriebe im Zuge der Digitalisierung. "Durch die Digitalisierung werden sich die Tätigkeitsprofile ändern", sagt Meran-Waldstein. Gefragt seien vor allem Fähigkeiten im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

Und dieser Wandel bringt neben einer Reihe von Chancen auch Risiken mit sich. Die angesprochenen - Effizienzsteigerung und Kostensenkung - bedeuten auch weniger Jobs. Durch die zunehmende Automatisierung und den Einsatz von Robotern werden vor allem niedrig qualifizierte Arbeitsplätze ersetzt.

Mittlerweile haben 47 Prozent der Arbeitslosen höchstens einen Pflichtschulabschluss. Das stellt die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. "Wir brauchen natürlich auch neue Möglichkeiten für niedrig Qualifizierte", sagt auch Harald Mahrer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium (ÖVP), in diesem Zusammenhang.

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Dokument erstellt am 2016-02-18 18:14:13
Letzte nderung am 2016-02-22 18:56:14



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